BG Jahresrückblick 2016: Serien

036_StrangerThings

Serienjahr 2016 – Der große Rückblick

Von Christian Schäfer

Das Jahr 2016 ist vorbei. Zeit also, einmal kurz auf die Serienneustarts des Jahres zurückzublicken. Bemerkenswert ist hier an erster Stelle die ungebrochen große Anzahl an Serien, die Jahr für Jahr neu erscheinen, für mittlerweile jeden Geschmack etwas zu bieten haben und tatsächlich bislang von Jahr zu Jahr mehr wurden. Und die Prognose sagt, dass es auch nächstes Jahr wieder eine Steigerung in Sachen Neustarts geben wird.

Da fragt man sich mitunter, wie das möglich ist. Aber mit Blick auf die ganzen VoD-Plattformen, die mittlerweile zahlreiche neue Eigenproduktionen an den Start bringen, ist das eigentlich wenig verwunderlich. Netflix haut gefühlt im zwei Wochen Takt neue Serien raus, Amazon holt gewaltig auf und auch Plattformen wie Hulu sind bereits regelmäßig auf dem Serienmarkt dabei. Ein Ende ist noch nicht absehbar, denn auch wenn zumindest der US-Markt langsam aber sicher an seine Grenzen stößt, sind Anbieter wie Netflix dabei, ihr Serien-Portfolio auch durch andere Länder zu verstärken. Als Beispiele seien hier die französische Serie „Marseille“ oder die brasilianische Reihe „3%“ genannt, die 2016 an den Start gingen.

Apropos US-Markt: Hier mal eine Übersicht von FX Networks Research zur Entwicklung der geskripteten US-Serien in den letzten Jahren:

>> Alle Serien im Bereitsgesehen Serienforum besprechenSerien A-KSerien L-Z

001_scripted-series-chart-2016

Anmerkung dazu: „Broadcast“ ist das „normale“ Fernsehen (werbefinanziert), „Basic Cable“ ist gebührenpflichtig mit Werbung und „Pay Cable“ reines Bezahlfernsehen ohne Werbeunterbrechungen. Interessanterweise sind die Zahlen in diesen drei Bereichen auch bereits rückläufig, während der größte Zuwachs an Serienformaten auf die Online-Anbieter zurückzuführen ist. Dennoch ist die Gesamtzahl an Serien mit 455 (und das betrifft in dieser Übersicht nur den US-Markt) so hoch wie nie und wird – sofern man da gewissen Schätzungen glauben darf – nächstes Jahr vermutlich die 500er Marke überschreiten. Dabei sei noch erwähnt, dass sich das alles nur auf die sogenannten „scripted series“ bezieht – Reality-Shows, Talk-Shows, etc. sind da nicht enthalten.

Um wieder ein bisschen zum eigentlichen Thema zurückzukommen: Viele Trends sind mir 2016 nicht aufgefallen. Insgesamt war das Serienangebot sehr breit aufgestellt und selbst die Genres, die für gewöhnlich weniger bedient werden, bekamen ein paar neue Serien spendiert. Man könnte sich vielleicht darüber beschweren, dass es zahlreiche Neuauflagen gab, die bereits bekannte Serien oder Filme thematisch aufgreifen und auch offiziell deren Titel tragen – andererseits scheint das aber mal mehr, mal weniger jedes Jahr der Fall zu sein, so dass ich hier jetzt nichts Ungewöhnliches sehe (abgesehen vielleicht von einer hohen Anzahl dieses Jahr).  Und aller Remake-Skepsis zum Trotz findet sich auch nicht gerade selten eine oder mehrere dieser Serien in meiner Top-Liste wieder.

Wie jedes Jahr tauchten auch 2016 diverse Serien auf meinem Radar auf, die ich nicht gesichtet habe. Bei der einen oder anderen hätte ich gerne mal einen Blick riskiert – vor allem dann, wenn die Resonanz in den Medien positiv war oder mein Interesse generell für die entsprechende Serie geweckt wurde. Andererseits schaue ich aber auch gerne mal in Serien rein, die mich nicht direkt ansprechen.

Dieses Jahr habe ich in den Rückblick zusätzlich zu den Kurzbeschreibungen auch auf die (englischen) Trailer bei youtube verlinkt. Außerdem werden hier und dort die Werte genannt, die eine Serie bei rottentomatoes.com erhalten hat, womit ihr euch vielleicht einen besseren Überblick darüber machen könnt, ob eine Serie sich lohnt oder nicht. Oh, und sollte eine Serie oder deren Darsteller bei den kommenden Golden Globes nominiert sein, habe ich das auch mal vermerkt.

 

Aber jetzt zu den Serien selbst. Angefangen mit denen, die dieses Jahr an mir vorbeigingen:

 

Aftermath (Space, Syfy): Die postapokalyptische Serie mit Anne Heche in einer Hauptrolle dreht sich um die Familie Copeland, die sich neben Naturkatastrophen auch übernatürlichen Wesen gegenübersieht. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus 13 Episoden und wurde im Herbst ausgestrahlt. Ich konnte bislang nur eine durchwachsene Kritik vom AV Club zur Reihe (58%) finden. Ob es eine zweite Staffel geben wird, ist noch nicht bekannt.

The Aliens (E4): In dieser britischen Science-Fiction Dramedy leben Außerirdische bereits seit vier Jahrzehnten unter den Menschen. Obwohl sie genau wie wir aussehen, leben sie in einem separierten Ghetto namens Troy. Die Hauptfigur Lewis (Michael Socha) arbeitet als Grenzwächter und muss unter anderem verhindern, dass Alienhaare über die Grenze geschmuggelt werden, denn die eignen sich für Menschen als Droge. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus sechs Episoden. Die Kritiken, die ich finden konnte, klangen ganz gut. Allerdings wurde die Serie bereits abgesetzt.

Angie Tribeca (TBS): Diese Comedyserie von Steve und Nancy Carell ist eine Satire auf zahlreiche Polizei-Procedurals. Die Hauptrolle der Angie Tribeca wird von Rashida Jones gespielt. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus zehn Episoden und wurde letzten Januar als Marathon auf TBS ausgestrahlt. Die zweite Staffel (abermals zehn Episoden) lief im letzten Sommer und eine dritte Staffel wurde bereits bestellt. Kritiken deuten mit dem Daumen nach oben.

Animal Kingdom (TNT): Die Serie wurde von dem gleichnamigen australischen Film von 2010 inspiriert und handelt von einem 17jährigen Jungen, der nach dem Tod seiner Mutter zu seinen Verwandten nach Südkalifornien zieht – und somit in einen Verbrecher-Clan unter der Führung seiner Tante Janine „Smurf“ Cody (Ellen Barkin). Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Episoden und eine zweite Staffel wurde bereits bestellt. Kritiken zur Serie fielen recht positiv aus.

002_Atlanta

Atlanta (FX): Handelt von zwei Cousins, die sich ihren Weg in die Rap-Szene von Atlanta bahnen, um ihr Leben und das ihrer Familie zu verbessern. Mit unter anderem Donald Glover, Brian Tyree Henry, Keith Stanfield und Zazie Beetz. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus zehn Episoden, hat ausgezeichnete Kritiken bekommen (100% bei Rotten Tomatoes) und ist auch bei den kommenden Golden Globes nominiert. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Baskets (FX): Hier geht es um Chip Baskets (Zach Galifianakis), der ein professioneller Clown werden möchte, aber an einer renommierten Clownschule in Paris zunächst scheitert und Rodeo-Clown in Bakersfield wird. Chip hat noch einen Zwillingsbruder, der ebenfalls von Galifianakis gespielt wird. Die Serie stammt von Louis C.K., Galifianakis und Jonathan Krisel. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus zehn Episoden und konnte gute Kritiken einheimsen. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Berlin Station (Epix): Spionagedrama in Berlin. Richard Armitage spielt Daniel Miller, der von Langley nach Berlin versetzt wird, um eine undichte Stelle in den eigenen Reihen ausfindig zu machen, die den Whistleblower Thomas Shaw mit Informationen versorgt. Trailer.

Die erste Staffel umfasst zehn Episoden und bekam recht gute Kritiken. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Better Things (FX): Comedy von Pamela Adlon und Louis C.K. – Adlon spielt eine geschiedene, alleinerziehende Mutter von drei Töchtern, die ihre Schauspielkarriere, ihre Familie und ihre Freunde unter einen Hut kriegen muss. Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Episoden und steht bei 94% auf dem Tomatometer. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Bordertown (Fox): Animierte Sitcom für Erwachsene aus der Feder des Family Guy Schreibers Mark Hentemann. Geht um zwei Familien, die nahe der US-mexikanischen Grenze leben. Trailer.

Die erste Staffel umfasst 13 Episoden und bekam eher negative Kritiken verpasst. Wurde nach der ersten Staffel abgesetzt.

The Catch (ABC): Thriller-Drama mit Mireille Enos und Peter Krause. Es geht um die Privatermittlerin Alice (Enos), die sich mit ihrem Verlobten (Krause) unwissentlich einen Con Artist geangelt hat – bis er sie ausnimmt und sie anschließend versucht, ihn zu fangen. Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Folgen und bekam eher gute Kritiken. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Chance (Hulu): Basiert auf dem gleichnamigen Buch von Kem Nunn, der zusammen mit Alexandra Cunningham auch diese Serie mit Hugh Laurie in der Hauptrolle kreierte. Laurie spielt Dr. Eldon Chance, einen forensischen Neuropsychiater, der in das gefährliche Leben einer seiner Patientinnen hineingezogen wird – mitsamt Polizeikorruption, Manipulation und Missbrauch. Trailer).

Die erste Staffel umfasst 10 Episoden und steht bei 78% bei den Tomaten. Eine zweite Staffel wurde bereits zusammen mit der ersten bestellt.

Conviction (ABC): Anwaltserie mit Hayley Atwell in der Hauptrolle, die als Hayes Morrison den Fällen nachgeht, bei deinen Unschuldige verurteilt wurden. Trailer.

Die erste Staffel umfasst 13 Episoden und wird vermutlich die einzige bleiben. Tomatometer steht bei 19%.

003_Crazyhead

Crazyhead (E4): In dieser britischen Horror-Comedy geht es um die beiden Exorzistinnen Amy (Cara Theobold) und Raquel (Susan Wokoma), die den Kampf gegen Dämonen aufnehmen. Vom Misfits-Macher Howard Overman. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus sechs Episoden und ist auch auf Netflix verfügbar. Zu einer potenziellen zweiten Staffel ist noch nichts bekannt.

Criminal Minds: Beyond Borders (CBS): Ein Spin-off von „Criminal Minds“, welches sich mit internationalen Kriminalfällen beschäftigt, die US-Bürger betreffen. Mit Gary Sinise. Trailer.

Die erste Staffel hatte 13 Folgen und hat 20% bei den Tomaten bekommen. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Crisis in Six Scenes (Amazon): Miniserie von und mit Woody Allen, der alle sechs Episoden schrieb und auch bei jeder Folge auf dem Regiestuhl saß. Spielt in den 1960er Jahren in den Vereinigten Staaten, wo das Leben einer mittelständischen Vorstadtfamilie durch den Besuch eines Gastes (Miley Cyrus) auf den Kopf gestellt wird. Trailer.

Hat bei den Kritikern sehr negativ abgeschnitten (19% bei den Tomaten).

The Crown (Netflix): Diese mehr biographische Serie beschäftigt sich in der ersten Staffel mit der frühen Regierungszeit von Königin Elizabeth II., die von Claire Foy verkörpert wird. Startpunkt ist die Hochzeit von Elizabeth im Jahre 1947. Anvisiert sind sechs Staffeln mit insgesamt 60 Episoden, wobei die Reise bis in die Gegenwart gehen soll. Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Folgen und bekam neben sehr guten Kritiken (90% bei den Tomaten) auch Nominierungen bei den kommenden Golden Globes. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Dead of Summer (Freeform): Übernatürlicher 80er Jahre Horror von Adam Horowitz, Edward Kitsis und Ian Goldberg. Spielt in einem Sommercamp im Jahr 1989, wo es für diverse Schüler zur ersten Liebe, ersten Küsse und ersten Morden kommt. Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Folgen und kam sehr durchwachsen bei den Kritikern an. Freeform hat die Serie bereits abgesetzt.

Dirk Gently‘s Holistic Detective Agency (BBC America, Netflix): Basiert auf dem gleichnamigen Buch von Douglas Adams und handelt vom exzentrischen „holistischen Detektiv“ Dirk Gently (Samuel Barnett), der zusammen mit seinem (unfreiwilligen) Sidekick Todd (Elijah Wood) Fällen nachgeht, die einen augenscheinlich übernatürlichen Ursprung haben. Trailer.

Die erste Staffel hat acht Episoden und steht bei 72% auf dem Tomatometer. Eine zweite Staffel mit zehn Folgen wurde bereits bestellt.

004_Divorce

Divorce (HBO): Wie der Titel bereits verrät, geht es um eine Scheidung. Thomas Haden Church und Sarah Jessica Parker verkörpern das Ehepaar mit Problemen. Trailer.

Die erste Staffel umfasst zehn Episoden und steht bei 63% bei den Tomaten, wobei sich Sarah Jessica Parker über eine Golden Globe Nominierung freuen darf. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Eyewitness (USA Network): Diese Dramaserie dreht sich um die beiden Teenager Philip (Tyler Young) und Lukas (James Paxton), die Zeugen einer Schießerei werden als sie sich heimlich im Wald treffen. Basiert auf der norwegischen Reihe Øyevitne. Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Folgen und erhielt gute Kritiken (83% bei den Tomaten). Ob es eine zweite Staffel geben wird, ist noch nicht bekannt.

Fuller House (Netflix): Sitcom und Fortsetzung zu Full House (lief von 1987-1995 auf ABC). Beschäftigt sich mit der nächsten Generation der Familie Tanner und stammt genau wie die erste Serie von Jeff Franklin. Trailer.

Zwei Staffeln mit je 13 Folgen wurden bereits ausgestrahlt und eine dritte bestellt. Tomatometer meint 32%.

Game of Silence (NBC): Basiert auf der türkischen Serie Suskunlar, die wiederum auf wahren Begebenheiten beruht. Geht um vier Freunde, die im jungen Alter neun Monate in einer Jugendvollzugsanstalt verbracht haben und 25 Jahre später erfahren, was aus den Leuten wurde, durch die sie dort damals misshandelt wurden. Trailer.

Die erste Staffel umfasst zehn Episoden und bekam sehr durchwachsene Kritiken. NBC hat die Serie nach der ersten Staffel abgesetzt.

The Get Down (Netflix): Dieses Musical-Drama spielt im New York der 1970er Jahre und folgt einer Gruppe von Teenagern und deren Traum, durch Hip-Hop Musik der Armut zu entkommen.  Trailer.

Die ersten sechs Episoden der ersten Staffel erschienen im August auf Netflix. 2017 sollen weitere sechs Folgen kommen. Steht bei 73% bei den Tomaten.

Gilmore Girls: A Year in the Life (Netflix): Fortsetzung zur Serie Gilmore Girls (lief von 2000-2007 auf The CW, damals noch The WB). Die Miniserie, für die die meisten Darsteller zurückkehrten, umfasst vier Episoden, wobei jede Folge sich mit den Ereignissen in der fiktiven Kleinstadt Stars Hollow in einer Jahreszeit (Winter, Frühling, Sommer und Herbst) befasst. Trailer.

Kam mit 88% bei den Kritikern sehr gut an.

The Girlfriend Experience (Soderbergh, Starz): Anthology-Drama von Lodge Kerrigan und Amy Seimetz, welches Steven Soderbergh unter den ausführenden Produzenten hat. Die erste Geschichte dreht sich um die Jurastudentin Christine Reade (Riley Keough), die nebenbei als Escortmädchen arbeitet. Basiert auf dem gleichnamigen Film von 2009. Trailer.

Die erste Staffel hat 13 Folgen und kam mit 82% ziemlich gut bei den Kritikern an. Starz hat eine zweite Staffel mit 14 Episoden (und neuer Geschichte) bereits bestellt.

The Great Indoors (CBS): Sitcom mit Joel McHale. Ein Abenteuerjournalist (McHale) bekommt von seinem Vorgesetzten die Aufgabe, sich mit der Generation Y in der Digitalsparte des Magazins zu befassen. Trailer.

Die erste Staffel läuft noch und wurde von CBS auf 19 Episoden aufgestockt. Bei den Tomaten ist die Serie mit 46% vertreten.

Guilt (Freeform): Britisch-amerikanisches Mystery-Drama. Dreht sich um eine amerikanische Studentin (Daisy Head) in London, deren Mitbewohnerin ermordet wird und die fortan von ihrem Umfeld verdächtigt wird, die Tat begangen zu haben. Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Folgen und kommt auf 60% bei den Tomaten. Freeform hat die Serie nach der ersten Staffel abgesetzt.

005_HapandLeonard

Hap and Leonard (Sundance TV): Stammt von Joe R. Lansdale und basiert auf den gleichnamigen Büchern, die Lansdale schrieb. Handelt von zwei ungleichen Freunden, die sich in den späten 1980er Jahren durch Texas schlagen. Mit James Purefoy und Michael Kenneth Williams als Hap und Leonard. Trailer.

Die erste Staffel umfasst sechs Episoden und steht bei 87% auf dem Tomatometer. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Hooten & The Lady (Sky 1): Abenteuerreihe mit einem ungleichen Schatzjägerpaar. Der Amerikaner Ulysses Hooten (Michael Landes) und die britische Lady Alex Lindo-Parker (Ophelia Lovibond) bereisen verschiedene Ecken der Welt auf der Suche nach historischen Schätzen. Trailer.

Die erste Staffel hat acht Folgen und bekam ganz okaye Kritiken (jedenfalls, was die angeht, die ich finden konnte). Ob es eine zweite Staffel geben wird, ist noch nicht bekannt.

Houdini & Doyle (ITV, Fox, Global): Basierend auf der echten Freundschaft zwischen Harry Houdini und Sir Arthur Conan Doyle, beschäftigt sich die Serie mit übernatürlichen Fällen, die es aufzuklären gilt. Mit Michael Weston als Houdini und Stephen Mangan als Doyle. Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Folgen und kam eher unterdurchschnittlich bei den Kritikern an. Die Serie wurde nach der ersten Staffel abgesetzt.

Insecure (HBO): Diese halbstündige Comedy dreht sich um zwei schwarze Frauen – Issa (Issa Rae) und Molly (Yvonne Orji). Die beiden Freundinnen müssen ihren Alltag beschreiten, wobei es um Karriere, Beziehungen und dergleichen geht – natürlich mit Blick auf soziale Aspekte und Themen wie Rassismus. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus acht Episoden und erhielt ausgezeichnete Kritiken (100% auf dem Tomatometer). Issa Rae ist zurzeit für ihre Rolle für einen Golden Globe nominiert. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Kevin Can Wait (CBS): Neue Sitcom mit Kevin James. Geht um den Vater und Cop im Ruhestand Kevin Gable (James), der endlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen möchte und dabei auf ganz neue Herausforderungen trifft. Trailer.

Die erste Staffel wurde von CBS auf 22 Episoden aufgestockt. Auf dem Tomatometer steht die Serie bei 30%.

Love (Netflix): Romantische Comedy von Judd Apatow, Lesley Arfin und Paul Rust. Dreht sich um die beiden Figuren Gus (Paul Rust) und Mickey (Gillian Jacobs), Dating und moderne Beziehungen an sich, die sowohl aus männlicher als auch aus weiblicher Perspektive unters Auge (und aufs Korn) genommen werden. Trailer.

Netflix hat direkt zwei Staffeln bestellt, wobei die erste im Februar 2016 verfügbar gemacht wurde und die zweite 2017 folgen soll. Kritiken liegen bei sehr guten 87%.

Marcella (ITV, Netflix): Britische Crime Serie von Hans Rosenfeldt („The Bridge“). Nachdem ihr Ehemann sie und zwei kleine Kinder sitzen gelassen hat, kehrt Sergeant Marcella Backland (Anna Friel) nach Jahren in den Polizeidienst zurück. Nun sieht sie sich mit einem elf Jahre alten Fall konfrontiert, bei dem ein alter Serienkiller wieder aktiv geworden zu sein scheint.  Trailer.

Die erste Staffel besteht aus acht Episoden und steht auf dem Tomatometer bei 89%. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Marseille (Netflix): Erste französische Netflix-Produktion. Robert Taro (Gérad Depardieu) steht im Zentrum der Handlung. Er ist seit 20 Jahren Bürgermeister der titelgebenden französischen Großstadt, und muss sich in der kommenden Kommunalwahl mit einem aufstrebenden Vertrauten auseinandersetzen, den er eigentlich als seinen Nachfolger ins Spiel bringen wollte. Trailer.

Die erste Staffel besteht auch acht Episoden und bekam in Frankreich recht negative Kritiken, während sie in anderen Ländern besser abschnitt. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

 006_Medici

Medici: Masters of Florence (Rai 1, Sky 1, Netflix): Dramaserie um die Medici-Dynastie des 15. Jahrhunderts in Florenz. Hat unter anderem Dustin Hoffman, Richard Madden und Stuart Martin an Bord. Trailer.

Die erste Staffel umfasst acht Folgen und die Kritiken, die ich dazu finden konnte, klangen eher durchwachsen. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

No Tomorrow (The CW): In der Dramedy geht es um eine Frau (Tori Anderson), die einen freigeistigen Mann (Joshua Sasse) kennenlernt, der sie bittet, eine Liste mit Dingen zu erstellen, bevor die Welt untergeht. Er behauptet, dass der Weltuntergang in acht Monaten und zwölf Tagen stattfinden würde. Mit Hilfe ihrer Freunde versucht sie herauszufinden, ob er ernst genommen werden kann, während sie diese Liste erstellen. Trailer.

Die erste Staffel hat 13 Episoden, wurde noch nicht komplett ausgestrahlt und hat sehr gute 89% auf dem Tomatometer.

The OA (Netflix): Die Mysteryserie handelt von der 28-jährigen Prairie Johnson (Brit Marling). Als sich eine Frau von einer Brücke stürzt und überlebt, wird schnell klar, dass es sich um Prairie handelt, die vor sieben Jahren plötzlich verschwand und zu dem Zeitpunkt blind war. Nach ihrem plötzlichen Auftauchen kann sie aber wieder sehen, was ihrer Familie und den Ärzten Rätsel aufgibt. Trailer.

Die erste Staffel hat acht Episoden und steht bei relativ guten 70%. Über eine zweite Staffel ist noch nichts bekannt.

One Mississippi (Amazon): Tig (Tig Notaro), die noch immer an den Folgen einer Brustkrebserkrankung leidet, kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Heimatstadt zurück, wo sie sich mit ihrer eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen muss, während sie sich auf eine schmerzhafte, aber hoch amüsante Reise einlässt, die unbequeme Wahrheiten über ihre Familie und sich selbst ans Licht bringt. Basiert lose auf dem Leben von Tig Notaro und hat als Produzenten Diablo Cody und Louis C.K. an Bord. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus sechs Episoden und hält sich auf 93% bei den Tomaten. Amazon hat bereits eine zweite Staffel bestellt.

Outsiders (WGN America): Der Farrell-Clan lebt seit Jahren ein Einsiedler-Dasein in den Appalachen im US-Bundesstaat Kentucky. Die Serie setzt sich dabei hauptsächlich mit dem Umgang der Familie mit ihrer Außenwelt auseinander, nachdem ein nationales Kohle-Unternehmen den Berg übernehmen will, um dessen Bodenschätze auszubeuten. Trailer.

Die erste Staffel hat 13 Folgen und kommt auf 78% bei den Tomaten. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

007_ThePath

The Path (Hulu): Dramaserie mit Aaron Paul, Michelle Monaghan und Hugh Dancy. Dreht sich um die Mitglieder einer fiktionalen Sekte/Religionsgemeinschaft, die sich „Meyerism“ nennt. Trailer.

Die erste Staffel hat zehn Folgen und hat 81% auf der Tomatenskala. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Pitch (Fox): Die Serie dreht sich um die fiktive professionelle Baseballspielerin Ginny Baker (Kylie Bunbury). Sie schafft es als erste Frau in die höchste amerikanische Baseballprofiliga und spielt bei den San Diego Padres, wo sie sich als Frau und Neuling behaupten muss. Trailer.

Bislang wurden zehn Folgen der ersten Staffel ausgestrahlt und die Kritiken sind mit 93% ziemlich hervorragend.

Queen of the South (USA Network): Die Serie basiert auf der lateinamerikanischen Telenovela „La Reina del Sur“ und wird auf dem USA Network zum Drogendrama. Im Mittelpunkt steht Teresa Mendoza (Alice Braga), deren drogendealender Freund unerwartet in Mexiko umgebracht wird, was sie dazu zwingt, Unterschlupf und Schutz in den USA zu suchen. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus 13 Episoden und kommt bei den Kritikern auf 69%. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Queen Sugar (Oprah Winfrey Network): Basiert auf dem gleichnamigen Buch von Natalie Baszile und dreht sich um Nova Bordelon (Rutina Wesley), eine respektierte Journalistin und Aktivistin aus New Orleans. Ihre Welt, die ihres Bruders und quasi die der gesamten Familie wird schließlich auf den Kopf gestellt, als ihre Schwester Charley (Dawn-Lyen Gardner) das Leben in Los Angeles hinter sich lässt, um sich in das Zuckerrohrgeschäft der Bordelons einzumischen. Trailer.

Die erste Staffel besteht aus 13 Episoden und eine zweite wurde bereits vor der Ausstrahlung der ersten bestellt. Bei den Kritikern hat die Reihe bislang 92%.

Rush Hour (CBS): Serienadaption der gleichnamigen Filmreihe. Dem amerikanischen Polizisten James Carter (Justin Hires) wird der aus Hong Kong stammende Polizist Jonathan Lee (John Foo) zugeteilt, nachdem dieser für die Ermittlungen zu einem Kriminalfall nach Los Angeles kommt. Trailer.

Die erste und einzige Staffel (wurde abgesetzt) besteht aus 13 Episoden und kommt auf magere 24% bei den Tomaten.

School of Rock (Nickelodeon): Eine Musical Live-action Sitcom – was auch immer das heißt. Basiert auf dem gleichnamigen Film von 2003 und dreht sich um ein paar musikbegeisterte 12jährige, die ihre musikalische Leidenschaft mit dem Musiklehrer (Tony Cavalero) ausleben. Jedoch darf die Schuldirektion nichts von der rockigen Musikleidenschaft erfahren. Deswegen landen die Kids oft in kniffligen Situationen. Trailer.

Die erste Staffel umfasst zwölf Episoden, während die zweite (welche bereits ausgestrahlt wird) 13 bekommen hat und eine dritte bereits bestellt wurde. Kritiken ließen sich nicht viele finden, aber beim Hollywood Reporter kam die Serie ganz okay weg, während sie beim AV Club ein „D“ bekam.

Shades of Blue (NBC): Crime-Serie mit Jennifer Lopez. Die alleinerziehende New Yorker Polizistin Harlee Santos (Lopez) hat mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Für sie und ihre Tochter Cristina (Sarah Jeffery) ist das Polizeiteam wie eine Ersatzfamilie. Allerdings sind die von Lt. Wozniak (Ray Liotta) geführten Cops massiv in kriminelle Machenschaften verstrickt. Als ihnen die Korruptionsabteilung des FBI auf die Schliche kommt und Harlee für eine Spitzeltätigkeit Straffreiheit verspricht, muss sie sich zwischen einem besseren Leben für ihre Tochter und ihrer Loyalität gegenüber den anderen korrupten Kollegen entscheiden. Trailer.

Die erste Staffel erhielt 13 Folgen und kam auf 58% beim Tomatometer. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Shoot the Messenger (CBC): Handelt als eine Art Politthriller von der jungen Journalistin Daisy Channing (Elyse Levesque), die ihr chaotisches Privatleben und ihren stressigen Job bei einer großen Zeitung unter einen Hut bringen muss. Sie wird Zeugin eines Mordes und hält es zunächst für einen Akt von Gang-Gewalt. In Wahrheit steht jedoch ein riesiges Verschwörungsnetz hinter der Tat, das bis in die obersten Ränge der ökonomisch und politisch Einflussreichen reicht. Trailer.

Die erste Staffel umfasst acht Folgen und was ich an Kritiken überflogen habe, klang relativ durchwachsen. Ob es eine zweite Staffel geben wird, ist noch nicht bekannt.

008_ThisIsUs

This Is Us (NBC): Comedy von Dan Fogelman. Die Serie, welche in mehreren Zeitebenen erzählt wird, folgt dem Leben mehrerer Personen, die am gleichen Tag geboren sind, sowie deren Eltern. Kate (Chrissy Metz) und Kevin Pearson (Justin Hartley) kamen 1980 als Teil einer Drillingsgeburt zur Welt, doch das dritte Kind verstarb. Daher beschlossen die Eltern, die sich fest auf drei Kinder eingestellt hatten, ein weiteres Kind zu adoptieren. Dieser ist ein afroamerikanischer Junge, geboren am selben Tag, welcher zuvor von seinem Vater vor einer Feuerwache ausgesetzt, und später in selbiges Krankenhaus gebracht wurde, in dem Kate und Kevin zu Welt kamen. Die Geschichte springt in ihrer Erzählung immer wieder zwischen der Kindheit der drei Protagonisten mit ihren Eltern in Pittsburgh, und ihren heutigen Familienleben und Karrieren in Los Angeles und New York City hin und her. Trailer.

Die erste Staffel wurde auf 18 Folgen aufgestockt. Kritiken sind mit 90% fast ausgezeichnet und bei den kommenden Golden Globes gab es einige Nominierungen.

The Tick (Amazon): Bislang ist nur der Pilot bei Amazon verfügbar. Die Serie spielt in einer Welt, in der Superhelden zum Alltag gehören. Ein Buchhalter (Griffin Newman) mit psychischen Problemen und null Superkräften entdeckt, dass ein längst totgeglaubter Superschurke seine Stadt beherrscht. Um diese Verschwörung aufzudecken, schließt er ein Bündnis mit einem merkwürdigen blauen Superhelden (Peter Serafinowicz), der vielleicht nur in seiner Einbildung existiert. (Einen Trailer konnte ich hier auf youtube leider nicht finden.)

Eine erste Staffel wurde bestellt und wird vermutlich 2017 auf Sendung gehen. Der Pilot steht momentan bei 89%.

Time Traveling Bong (Comedy Central): Eine Miniserie über die beiden Cousins Sharee (Ilana Glazer) und Jeff (Paul W. Downs), die per Bong durch die Zeit reisen und so Zeugen wichtiger Ereignisse der Vergangenheit werden. Als die Wasserpfeife beschädigt wird, müssen sie einen Weg finden, um zurück in die Gegenwart zu gelangen. Trailer.

Tomatometer meint was von 91%. Ob die was geraucht haben? Keine Ahnung.

Uncle Buck (ABC): Basiert auf dem gleichnamigen Film mit John Candy aus dem Jahre 1989 und ist bereits der zweite Versuch einer Serie (gewesen). Dieses Mal darf Mike Epps sich als Onkel Buck probieren und den Babysitter spielen. Trailer.

Ursprünglich wurden 13 Episoden für die erste Staffel bestellt, aber nur acht davon ausgestrahlt. Bin mir nicht sicher, aber kein sein, dass die Produktion eingestellt wurde, bevor alle Folgen abgedreht waren. Kritiken waren recht negativ, wobei die 32% bei den Tomaten eigentlich noch vergleichsweise gut sind (gab da schon niedrigere Werte bei anderen Serienneustarts 2016).

Vice Principals (HBO): Comedy von und mit Danny McBride. Erzählt die Geschichte einer Highschool und ihrer Führungsebene. Einer davon ist Neal Gamby (McBride), ein geschiedener Mann und an der Schule verantwortlich für die Disziplin. Für das Curriculum ist Lee Russell (Walton Goggins) zuständig, der eigentlich Politiker ist und eine unselige Allianz mit Neal eingeht. Trailer.

Die erste Staffel hat neun Folgen und eine zweite wurde bereits bestellt. Kritiken liegen bei 63%.

Victoria (ITV): Das Historiendrama von der Buch- und Serienautorin Daisy Goodwin befasst sich mit dem Leben und der Regentschaft von Königin Victoria, die Großbritannien von 1837 bis 1901 regierte. Sie übernahm den Thron im Alter von 18 Jahren und wird hier von Jenna-Louise Coleman gespielt. Victoria regierte 63 Jahre lang das Empire. Trailer.

Die erste Staffel hat acht Episoden und steht bei 64% bei den Tomaten. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

009_WarPeace

War & Peace (BBC One, A&E, Lifetime, History): Basiert wie schon zahlreiche andere Verfilmungen auf dem Roman von Tolstoi. Viel muss man daher wohl nicht zur sechsteiligen Miniserie schreiben. Trailer.

Ob es sich lohnt? Tomatometer meint 83% – klingt doch sehr gut.

Wasted (Channel 4): Britische Comedy mit Sean Bean als Sean Bean in einer Gastrolle. Spielt auf dem westlichen Lande von Großbritannien und befasst sich mit einigen Mittzwanzigern. Morpheus (Danny Kirrane) ist ein nerdiger Verschwörungstheoretiker, der mit seiner Schwester Sarah (Rose Reynolds) in einem mystischen Souvenirshop arbeitet. Im hinteren Bereich des Geschäfts führt Alison (Gwyneth Keyworth), in die Morpheus heimlich verliebt ist, einen Esoterikladen. Die Gruppe wird durch den Schmarotzer Kent (Dylan Edwards) abgerundet, der ohne Miete zu zahlen auf dem Sofa nächtigt. Trailer.

Die erste Staffel bekam sechs Episoden und die Kritiken, die ich finden konnte, klangen ganz gut. Die Serie wird dabei mit der britischen Sitcom „Spaced“ verglichen.

Ich habe mich bei der obigen Auflistung übrigens schon ein wenig auf das beschränkt, wovon ich regelmäßig mal was gehört habe. Wer darüber hinaus noch mehr über die Neustarts von 2016 erfahren möchte, dem sei dieser Wiki-Link ans Herz gelegt: https://en.wikipedia.org/wiki/Category:2016_television_series_debuts

 

In einige Serien habe ich nur kurz reingesehen. Entweder bloß den Piloten gesichtet oder lediglich die ersten paar Folgen betrachtet. Dazu gehören:

 

American Gothic (CBS): Die Hawthornes sind eine einflussreiche Familie in Boston. Plötzlich werden sie damit konfrontiert, dass ihr vor kurzem verstorbener Familienpatriarch ein Serienmörder gewesen sein könnte. Es keimt der Verdacht auf, dass ein weiteres Familienmitglied, zum Unwissen der anderen, ein Komplize gewesen sein könnte. Hinzu kommt, dass einer der Söhne nach 14-jähriger Abwesenheit plötzlich wieder auftaucht. Trailer/Featurette.

Ich persönlich fand den Piloten ganz okay, aber mehr auch nicht. Große Lust zum Weiterschauen kam bei mir jedenfalls nicht auf. Die erste Staffel hat übrigens 13 Folgen und bekam 61% bei den Tomaten. Die Serie wurde nach der ersten Staffel abgesetzt.

Beowulf: Return to the Shieldlands (ITV): Fantasy-Drama um die Beowulf-Legende, die bereits mehrfach verfilmt wurde. Diesmal von den Briten und mit Kieran Bew als Beowulf. Im Cast finden sich außerdem Namen wie William Hurt und David Bradley wieder. Trailer.

So zwei bis drei Folgen habe ich davon gesehen und war an sich ganz nett. Da „nett“ aber gleich nach „Scheiße“ kommt, hat es zum Weiterschauen nicht gereicht. Die Tomaten sind da mit ihren 83% sicher anderer Meinung, aber die Serie wurde dennoch nach der ersten Staffel mit zwölf Episoden abgesetzt.

Billions (Showtime): Die Serie ist in der New Yorker Finanzwelt an der Wall Street angesiedelt und behandelt unter anderem die Ermittlungen von Chuck Rhoades (Paul Giamatti) gegen den erfolgreichen und skrupellosen Hedgefonds-Manager Bobby Axelrod (Damian Lewis). Trailer.

Habe nur die erste Folge gesehen – war einfach nicht mein Thema. Aber alter Lachs, qualitativ gibt es am Piloten wirklich nichts zu meckern. Die Tomaten vergaben übrigens 74% und eine zweite Staffel wurde nach der ersten mit zwölf Episoden bereits bestellt.

Containment (The CW): Basiert auf der belgischen Serie „Cordon“. Die Serie beschäftigt sich mit einer Epidemie, die in der Stadt Atlanta ausbricht, weshalb ein Teil der Stadt unter Quarantäne gestellt werden musste. Die Krankheit ist zu 100% tödlich und dazu hoch ansteckend. Trailer.

Piloten gesichtet und für durchschnittlich befunden. Das Thema hat man woanders schon in wesentlich besser gesehen. Wundert mich daher nicht, dass die Serie nach der 13teiligen ersten Staffel abgesetzt wurde (beziehungsweise es bei einer „limited series“ blieb – aber auch die werden für gewöhnlich verlängert, wenn sie gut ankommen). Tomatometer meint 53%.

 010_Damien

Damien (A&E): Das Omen in Serie. Klappt ja zurzeit noch wunderbar auf dem gleichen Sender mit Norman Bates beziehungsweise Bates Motel. Warum also nicht den Antichristen auch ins Serienprogramm nehmen? Trailer.

Ich mag ja die alte „Das Omen“-Filmreihe und war neugierig, wie sich Bradley James als Damien Thorn schlagen würde. Aber für mehr als drei oder vier Folgen hat es nicht gereicht, weil blöd. Die Tomaten stimmen mir da mit ihren 11% sicher zu und die Serie wurde auch nach der ersten Staffel mit zehn Episoden abgesetzt. Kein Verlust in meinen Augen.

Hunters (Syfy): Basiert auf dem Buch „Alien Hunter“ von Whitley Strieber. Bei der Suche nach seiner Frau stößt Flynn Carroll (Nathan Phillips) auf eine geheime Regierungseinheit, die sogenannte Exo-Terrorism Unit (ETU), die gegründet wurde, um eine Gruppe von gnadenlosen Terroristen zu jagen. Bei diesen Terroristen könnte es sich um Individuen handeln, die nicht von dieser Welt stammen. Trailer.

Ich fand den Auftakt eigentlich ganz spaßig. Zwar ein merklich niedriges Budget, dafür aber etwas Splatter, viel Action und ein gutes Tempo. Das Rad wird hier zwar nicht neu erfunden und vieles hat man schon woanders in besser gesehen, aber 0% auf dem Tomatometer sind schon sehr hart bewertet. Da Syfy die Serie nach der ersten Staffel mit 13 Episoden abgesetzt hat und ich zu der Zeit eh noch stark im Rückstand war (nur zwei Folgen bis zur Absetzung gesehen), habe ich die Reihe dann zu den Akten gelegt, ohne die Staffel zu beenden.

Jean-Claude Van Johnson (Amazon): Der Pilot zeigt auf komödiantische Art und Weise, wie das Leben von Jean-Claude Van Damme (der sich hier selber spielt) nach seiner Glanzzeit aussieht. Ach, ganz nebenbei war der Kampfsportexperte neben seiner Tätigkeit als Schauspieler übrigens als tödlicher Geheimagent unterwegs und will jetzt nicht nur seine Filmkarriere neu starten, sondern auch wieder auf die Jagd nach bösen Buben gehen. Trailer.

Bislang gab es nur den Piloten zu sehen, aber der hat mir sehr gefallen. Lässt sich wohl noch am ehesten mit dem Film „JCVD“ von 2008 vergleichen, wo Van Damme sich ebenfalls selbst spielt. Die Serie ist da noch um einiges amüsanter und leicht abgedrehter. Amazon hat die erste Staffel übrigens bestellt und wird die irgendwann 2017 verfügbar machen. Bei den Tomaten übrigens auf 57%.

The Magicians (Syfy): Basiert auf der gleichnamigen Romanreihe von Lev Grossman und wurde oft als „Harry Potter für Erwachsene“ bezeichnet. Entsprechend gibt es eine Zauberschule, Schüler, Lehrer, etc. und natürlich einen Bösewicht, gegen den man vorgehen muss. Trailer.

Habe mir die ersten drei Folgen angesehen und es dann aus Gründen der Langeweile nicht weiter verfolgt. Für eine Serie, die von Magiern handelt, kam auch recht wenig Magie vor. Mir wurde zwar gesagt, dass es im Staffelverlauf besser werden soll, aber die Motivation zum Weiterschauen fehlte mir da einfach. Die erste Staffel hat übrigens 13 Episoden und eine zweite Staffel kommt 2017. Tomaten meinen 70%.

011_OfKingsAndProphets

Of Kings and Prophets (ABC): Als Vorlage dient hier die Bibel, genauer gesagt die beiden Bücher von Samuel, in denen auch die Geschichte von David und Goliath vorkommt. Neben David (Olly Rix) spielen noch König Saul (Ray Winstone) und der Prophet Samuel (Mohammad Bakri) größere Rollen. Trailer.

Ich habe mir nur den Piloten angesehen und dazu für die Serienjunkies ein Review verfasst. Würde den Auftakt als relativ durchwachsen bezeichnen, obwohl es ein paar Lichtblicke gab. Die erste Staffel kommt auf neun Episoden, wobei die Serie abgesetzt wurde und der Sender die Reihe bereits nach zwei Folgen aus dem Programm nahm. Tomatometer steht bei 35%.

Second Chance (Fox): Inspiriert von Mary Shelleys „Frankenstein“, holt diese Serie die Geschichte in die Gegenwart und nimmt einige Änderungen vor. Jimmy Pritchard (Rob Kazinsky) ist ein moralisch korrupter Polizist im Ruhestand, der eine zweite Chance im Leben bekommt als er von den Toten wiedererweckt wird. Nun ist er jünger und stärker, weshalb er sich zwischen alten Verlockungen und seiner neuen Bestimmung entscheiden muss. Die Geschwister Otto (Dilshad Vadsaria) und Mary Goodwin (Adhir Kalyan), die ein Social-Media-Imperium leiten, erwecken ihn zum Leben. Trailer.

Den Piloten gesehen und das hat mir schon gereicht. Der Hauptdarsteller und das Konzept an sich wären noch ganz okay, aber sonst fehlt es wirklich an allen Ecken und Enden. Und mit Frankenstein hat das Ganze nicht mehr sehr viel zu tun. Die erste Staffel kam auf elf Episoden, danach wurde die Serie abgesetzt. Tomatometer zeigt auf 30%.

Shadowhunters (Freeform): Basiert auf der Buchreihe „Chroniken der Unterwelt“ („The Mortal Instruments“) von Cassandra Clare. Die Fantasyreihe handelt von Clarissa „Clary“ Fray (Katherine McNamara) aus New York, deren Leben sich an ihrem 18. Geburtstag schlagartig ändert, als sie erfährt, dass sie einer langen Ahnenlinie von Shadowhuntern entstammt, wobei es sich um Hybriden aus Menschen und Engeln handelt, die Dämonen jagen. Trailer.

Ich habe mir die erste Folge angesehen und gerade so überlebt. Lächerlich und langweilig trifft es am besten, auch wenn die 46% bei den Tomaten noch okayish klingen. Die erste Staffel hat 13 Episoden und eine zweite mit 20 Folgen wurde bestellt.

Slasher (Chiller): Horror-Anthology mit Katie McGrath. Die Serie dreht sich um die 29-jährige Sarah Bennett (McGrath), die nach einiger Zeit in ihre Heimatstadt zurückkommt und sich dort in einer Mordserie wiederfindet. Die Morde haben dabei starke Ähnlichkeiten mit der Tötung ihrer Eltern, die Sarah selbst nie kennengelernt hat. Der Mörder ihrer Eltern, Tom Winston (Patrick Garrow), der seit damals in Haft ist, hilft Sarah dabei Einblicke in die Gedankengänge eines Mörders zu erhalten. Trailer.

Konnte mir bislang nur den Piloten ansehen und der sah nicht unbedingt schlecht aus. Bedient sich kreuz und quer im Slasher-Genre, McGrath ist immer ganz gut und es wird auch stellenweise schön matschig blutig. Bei den Tomaten gibt es noch keinen Score (vermutlich zu wenig Reviews dafür), aber die Kritiken, die ich dazu finden konnte, klangen ganz okay. Die erste Staffel hat acht Episoden. Über eine zweite ist noch nichts bekannt.

Son of Zorn (Fox): Cartoon trifft Live-Action. Der Fantasy-Krieger Zorn (im Englischen gesprochen von Jason Sudeikis) kehrt nach zehn Jahren auf die Erde zurück und will wieder Kontakt zu seinem (realen) Sohn Alangulon a.k.a. Alan (Johnny Pemberton) und seiner Exfrau Edie (Cheryl Hines) aufnehmen. Dabei muss er feststellen, dass das ordinäre Leben in der bürgerlichen Kleinstadt anstrengender ist, als der Krieg in seiner mystischen Heimatwelt Zephyria. Trailer.

Die erste Folge gesichtet, weil mir die Idee an sich zusagte und für mittelwitzig befunden. Kommt bei den Tomaten auf 57%. Die erste Staffel besteht aus 13 Episoden, wovon neun bereits gesendet wurden.

012_StanAgainstEvil

Stan Against Evil (IFC): Comedy-Horror mit John C. McGinley. Stanley Miller (McGinley), der kürzlich seinen Job als Polizeisheriff einer kleinen Stadt in Neuengland verlor, weil er einen Wutausbruch auf der Beerdigung seiner eigenen Frau hatte, ist ungeduldig, unfreundlich und hat nicht viel übrig für andere Menschen. Nun muss sich der grummelige Sheriff damit abfinden, seinen Stern an seine junge Nachfolgerin Evie (Janet Varney) abgeben zu müssen. Diese führt ihrem Ex-Kollegen vor Augen, dass das Böse ihre kleine Stadt überrollt, worauf die beiden fortan zusammenarbeiten. Trailer.

Habe mir die ersten beiden Folgen angesehen und empfand es als eine Art Rip-off von „Evil Dead“ beziehungsweise „Ash vs. Evil Dead“. Gab ein paar lustige Sachen und McGinley finde ich eh ganz gut. Aber so recht vom Hocker gerissen haben mich die ersten beiden Folgen nicht. Bei den Tomaten steht die Reihe auf 64%. Die erste Staffel hat acht Episoden und eine zweite wurde bereits bestellt.

Van Helsing (Syfy): Hat nichts mit dem Film von 2004 mit Hugh Jackman zu tun, sondern ist lose inspiriert vom Graphic Novel „Helsing“. Die Serie handelt von Vanessa „Van“ Helsing (Kelly Overton), einer Nachfahrin Abraham van Helsings, welche beim Beginn einer Vampirapokalypse stirbt und drei Jahre darauf wiederaufersteht und sich in einer postapokalyptischen Welt dem Kampf gegen eine Vampir-Plage stellen muss. Trailer.

Ich habe die ersten drei Folgen gesichtet und mit Blick auf die anderen Kommentare im Forenthread zur Serie hält sich die Begeisterung (positiv formuliert) in Grenzen. Die Tomaten sehen das mit 82% etwas anders. Die erste Staffel besteht aus 13 Folgen und eine zweite wurde bestellt.

013_Vinyl

Vinyl (HBO): Geht um das Musikgeschäft der 1970er Jahre in New York und kommt von unter anderem Mich Jagger und Martin Scorsese, welcher auch beim Piloten Regie führte. Trailer.

Den Auftakt gesichtet und es geht mir da ähnlich wie bei „Billions“ – das Ding holt mich thematisch einfach nicht ab, obwohl es qualitativ nichts zu meckern gibt. Steht bei den Tomaten auf 77%. Die erste Staffel hat zehn Folgen und obwohl HBO zunächst eine zweite Staffel bestellte, wurde doch wieder der Stecker gezogen. Abgesetzt.

Wynonna Earp (Syfy): Übernatürlicher Western-Horror mit Wyatt Earps Urenkelin und basierend auf einer Comicreihe. Wynonna Earp (Melanie Scrofrano) kehrt nach längerer Zeit auf der Flucht und in Jugendhaft in ihre Heimatstadt zurück, wo ihr zunächst wenig Sympathie entgegenkommt. Sie wird allerdings schnell zur letzten Hoffnung der Stadt, als Dämonen plötzlich auf der Bildfläche erscheinen. Trailer.

Die ersten beiden Episoden mal gesichtet und joa, nette Idee. Hätte vor 20 Jahren vielleicht sogar funktioniert, wirkt heute aber eher peinlich als gut. Die Tomaten sehen das mal wieder anders und vergeben 83%. Einige Zuschauer vermutlich auch, denn die erste Staffel mit 13 Episoden wurde um eine zweite verlängert (die allerdings nur zehn Folgen haben wird).

Soweit zu den Formaten, die mich trotz Reinschauen nicht halten konnten, weil zu wenig Interesse und/oder Zeit bei mir vorhanden war. Die nächste Kategorie betrifft die Serien, die ich zwar bis zum aktuellen Stand verfolgt habe, aber wo ich mir es auch hätte sparen können – schlechte bis durchwachsene Serien 2016:

Class (BBC Three): Ein Doctor Who Spin-off, welches an der Coal Hill Schule (in der Serie: Coal Hill Academy) spielt. Geht um eine Gruppe junger Menschen, die sich durch einen dieser fiesen Spalte in Raum und Zeit regelmäßig außerirdischen Bedrohungen ausgesetzt sehen. Die erste Staffel zeigt dabei eine einigermaßen abgeschlossene Geschichte mit bösartigen Schattenwesen, wobei aber auch andere Gegner vorkommen und es verstärkt um die zwischenmenschlichen Probleme der Teenager geht. Teilweise recht blutig, wobei aber auch die Darstellung diverser Liebesakte über das hinausgeht, was man von Doctor Who gewöhnt ist – also definitiv ein Format für Erwachsene. Trailer.

Während die britischen Kritiken durchgehend sehr positiv waren, werde ich mir weitere Staffeln schenken. Für das nächste Spin-off lieber wieder sowas wie Torchwood mit verstärktem Fokus auf dem Sci-Fi-Faktor. Die erste Staffel besteht aus acht Folgen. Über eine zweite Staffel ist noch nichts bekannt.

Colony (USA Network): Von Carlton Cuse und Ryan J. Cordal. Mit Josh Holloway und Sarah Wayne Callies an Bord. Spielt in einer dystopischen Zukunft, wo eine außerirdische Invasion stattgefunden hat und die Welt in Besatzungszonen aufgeteilt ist. Von den Außerirdischen bekommt man allerdings nicht viel zu sehen – die Besatzung wird von Menschen gehandhabt, die ihre Anweisungen „von oben“ bekommen. In der ersten Staffel verfolgt man den Weg der Bowmans, die sowohl mit den Besatzern als auch mit dem Widerstand Kontakt haben. Trailer.

Zwischenzeitlich hat mir die Reihe ganz gut gefallen, aber im Großen und Ganzen ist mein Interesse doch eher durchwachsener Natur geblieben. Vieles hat man in der einen oder anderen Form woanders schon gehabt und bloß um eine weitere Variante davon zu sehen, ist mir am Ende die Zeit doch zu kostbar, als dass ich sie in diese Serie weiterinvestieren würde. Bei den Tomaten übrigens auf 80%. Die erste Staffel hat zehn Folgen. Eine zweite Staffel wird im Januar 2017 ausgestrahlt.

014_MacGyver

MacGyver (CBS): Neuauflage der 1980er Serie mit Richard Dean Anderson. Angus MacGyver wird hier von Lucas Till gespielt, ist wesentlich jünger als der Original-MacGyver seinerzeit und arbeitet in einem kleinen Team, um Woche für Woche mittels Basteleien seine Missionen zu erfüllen. Trailer.

Auch wenn die Quoten hier ein positives Bild abgeben, wurde die Serie zurecht von den Kritikern verrissen (26% auf dem Tomatometer). Das ist einfach kein MacGyver. Punkt. Die Serie hat die Back-Nine-Order bekommen, womit die erste Staffel von 13 auf 22 Episoden aufgestockt wurde.

Submission (Showtime): Erotische Miniserie von Jackie St. James. Es geht um die junge aber unerfahrene Ashley (Ashlynn Yennie), die gerade eine Beziehung beendet hat und im Serienverlauf Bekanntschaft mit den verlockenden Möglichkeiten der BDSM-Szene macht. Teaser.

Da die Serie auf Showtime lief, habe ich etwas in Richtung „Masters of Sex“ erwartet. Ist aber leider nicht der Fall. Es gibt hier hauptsächlich eine Aneinanderreihung von Sex-Szenen (härter als Softcore, aber softer als Hardcore), die durch billige Dialoge unterbrochen werden. Dabei wird versucht, eine bedeutungsvolle Geschichte zu erzählen, was aber mitnichten gelingt. Während die Tomaten noch keinen Score haben, lesen sich die wenigen Kritiken zur Reihe aber recht gut, wobei dort vor allem die Darstellung der BDSM-Szenen gelobt (und positiver als in „Fifty Shades of Grey“ bezeichnet) wird.

Timeless (NBC): Zeitreisen von Eric Kripke und Shawn Ryan. Nachdem eine experimentelle Zeitmaschine vom kriminellen ex-CIA-Agenten Garcia Flynn (Goran Višnjić) gestohlen wird, bekommen die Geschichtsprofessorin Lucy Preston (Abigail Spencer), der Soldat Wyatt Logan (Matt Lanter) und der Techniker Rufus Carlin (Malcolm Barrett) den Auftrag, ihm mit einem zweiten Prototypen der Maschine hinterher zu reisen und seine gefährlichen Pläne zu durchkreuzen. Schnell stellen sie fest, dass Flynn vorhat, die komplette amerikanische Geschichte tiefgreifend zu verändern. Trailer.

Zeitreisegeschichten können sehr schnell Bauchschmerzen bereiten und das ist hier leider auch der Fall und sorgt für meinen größten Kritikpunkt an der Reihe. Die Figuren kann man aber trotzdem schnell liebgewinnen und die Story als solche, welche episodenübergreifend erzählt wird, hat mich bislang am Ball gehalten. Die erste Staffel mit ihren 16 Episoden (wurde aufgestockt) werde ich wohl noch zu Ende schauen. Tomatometer meint übrigens 84%.

Mit den nächsten Serien kommen wir langsam in den interessanteren Bereich. Denn jetzt kommen die Formate, die ich als gut bezeichnen würde, aber die es nicht in meine Topliste geschafft haben:

Frequency (The CW): Inspiriert vom gleichnamigen Film aus dem Jahre 2000. Dreht sich um die junge Polizistin Raimy Sullivan (Peyton List), die Funkkontakt zu ihrem verstorbenen Vater Frank (Riley Smith) in der Vergangenheit herstellt und anschließend versucht, die Geschichte zu verändern und nebenbei noch einen Serienkiller zu fassen. Trailer.

Die ersten sechs Folgen haben mir sehr gefallen. Allerdings machen sich mittlerweile einige Abnutzungserscheinungen bemerkbar, denn die Geschichte fängt an, sich in die Länge zu ziehen. Steht momentan mit 74% bei den Tomaten. Die erste Staffel hat 13 Episoden und wurde noch nicht komplett ausgestrahlt.

015_Incorporated

Incorporated (SyFy): Spielt in einer dystopischen Zukunft, genauer gesagt im Jahre 2074 in Milwaukee. Klimawechsel und andere Krisen haben dafür gesorgt, dass die meisten Länder bankrott gingen und die soziale Schere klafft weiter auseinander als je zuvor. Während die Angestellten der mächtigen Konzerne (bilden nun quasi die Regierungen) im größten Luxus leben, muss der Rest der Weltbevölkerung zusehen, wie er in den Red Zones überlebt. Trailer.

Die Serie ist gut aufgebaut und liefert mit Ben Larson alias Aaron (Sean Tale) einen interessanten Protagonisten, der sich in einen der mächtigen Konzerne eingeschlichen hat und sich seinen Weg in die Chefetage erarbeitet – oft mit List und Tücke, was auch zu brenzligen Situationen führt. Tomatometer meint 75%. Die erste Staffel hat 13 Episoden und wird zurzeit ausgestrahlt.

Legends of Tomorrow (The CW): Eine weitere Comicserie im Arrowverse. Um die Welt vor ihrem Untergang zu bewahren, reist Rip Hunter (Arthur Darvill), ein Time-Master aus dem Jahre 2166 zurück ins Jahr 2016, um ein Team aufzustellen, welches Vandal Savage (Casper Crump) daran hindern soll, die Welt und die Zeit selbst zu zerstören. Trailer.

Fällt bei mir in die Rubrik „spaßige Unterhaltung für zwischendurch“ und bereichert „Arrow“ und „Flash“ um ein weiteres unterhaltsames Format. Es gibt außerdem zahlreiche Figuren zu sehen, die bereits in den anderen beiden Serien vorgestellt wurden, womit auch Crossover-Episoden vorkommen. Tomatometer meint 64%. Die erste Staffel hat 16 Episoden und die zweite Staffel läuft noch.

Lucifer (Fox): Basiert auf der gleichnamigen Comicreihe und handelt von Lucifer (Tom Ellis), der gelangweilt und unglücklich die Hölle und seinen Thron aufgibt, um in L.A. mit Hilfe seiner dämonischen Barkeeperin Mazikeen (Lesley-Ann Brandt) einen Nachtclub zu betreiben. Sein Verlangen, Schuldige zu bestrafen, hat er jedoch nicht verloren, weswegen er dem LAPD und damit Detective Chloe Decker (Lauren German) mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten hilfreich zur Seite steht. Trailer.

Spaßige Serie, die zwar mehr Crime-Procedural ist und damit oft unter ihren Möglichkeiten bleibt. Aber dafür gibt es einen guten Cast, viel Humor und auch übergreifende Storyelemente, die einen bei Laune halten. Mit 75% bei den Tomaten. Die erste Staffel hat 13 Episoden während die zweite bereits läuft und 22 Folgen erhalten hat.

016_Morgen

Morgen hör ich auf (ZDF): Wurde im Vorfeld als deutsches „Breaking Bad“ bezeichnet. Die Hauptrolle des in Geldnot geratenen Druckers und Familienvaters Jochen Lehmann spielt Bastian Pastewka. Dieser versucht, seine finanziellen Probleme mit dem Druck von falschen Fuffzigern zu beheben. Und dann klopft plötzlich die Mafia an seine Tür. Trailer.

Die Reihe hat mir trotz einiger Probleme gut gefallen. Mitunter wird einfach zuviel in die wenigen Folgen gestopft, die Kinder der Lehmanns beziehungsweise deren Handlungsbögen nerven teilweise und bei Pastewka und der musikalischen Untermalung scheinen sich oft humoristische Töne in die Reihe zu schleichen, die eigentlich ein knallhartes Drama sein soll. Dennoch beeindruckend, was die erste Staffel mit ihren fünf Folgen auf die Beine gestellt hat. Kam bei den deutschen Kritikern auch gut weg. Eine zweite Staffel ist übrigens geplant (Stand August 2016).

The Shannara Chronicles (MTV): Serienadaption der Shannara Bücher von Terry Brooks. Die Handlung folgt dabei grob dem Buch „The Elfstones of Shannara“. Dämonen kehren plötzlich in die Welt zurück, obwohl sie einst mit Hilfe eines alten Baums (dem sogenannten Ellcrys) verbannt wurden. Die Serie zeigt die Reise von Wil (Austin Butler), Amberle (Poppy Drayton) und Eretria (Ivana Baquero), die mit der Hilfe des letzten Druiden Allanon (Manu Bennett) den Ellcrys retten und die Dämonen wieder in ihre Schranken weisen müssen. Trailer.

Fantasy-Serien haben es oft schwer in der Serienwelt. Aber auch wenn diese Serie nicht frei von Mängeln ist, macht es doch großen Spaß, die magische Welt von Shannara zu betreten und den Protagonisten auf ihrer abenteuerlichen Reise zu folgen. Tomatometer meint 54%. Die erste Staffel umfasst zehn Episoden und eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

Shooter (USA Network): Basiert wie der gleichnamige Film von 2007 auf dem Buch „Point of Impact“ von Stephen Hunter. Erzählt die Geschichte des Scharfschützen Bob Lee Swagger (Ryan Phillippe), der die Ermordung des Präsidenten verhindern soll, aber schließlich selbst unter Verdacht gerät, das Attentat geplant zu haben. So muss er auf der Flucht jene ausfindig machen, die ihn verraten haben. Trailer.

Endlich wieder eine gute und spannende Actionserie. Vielleicht nicht besonders originell, denn die eigentliche Geschichte gab es bereits in mehreren Varianten woanders zu sehen. Aber unterhaltungstechnisch gelungen und mit einem ordentlichen Cast. Die Tomaten vergeben 44%. Die erste Staffel mit ihren zehn Folgen läuft zurzeit noch. Eine zweite Staffel wurde bereits bestellt.

017_Travelers

Travelers (Showcase, Netflix): Handelt von einer Gruppe Zeitreisender, die ihr Bewusstsein aus der Zukunft ins 21. Jahrhundert schicken, um eine schreckliche Katastrophe zu verhindern. Dabei übernehmen sie die Körper von Leuten, die eigentlich gestorben wären. Trailer.

Die Serie hat ein gutes Tempo samt gelungener Prämisse, die sich erst im Staffelverlauf weiter offenbart. Zu begeistern wissen vor allem die gut ausgearbeiteten Figuren, denn die „Travelers“ müssen neben ihrer Mission natürlich auch den Alltag der übernommenen Personen meistern – was alles andere als einfach ist. Die erste Staffel mit ihren zwölf Folgen ist seit Dezember 2016 auch beim deutschen Netflix zu sehen.

The X-Files (Fox): Mulder (David Duchovny) und Scully (Gillian Anderson) kehrten 2016 für eine zehnte Staffel der X-Akten zurück, was auch in diesem Rückblick nicht unerwähnt bleiben sollte. Die mit ihren sechs Folgen relativ kurze Staffel stellt einen Mix aus Fällen der Woche und übergreifender Handlung dar – wie es schon die ersten neun Staffeln vormachten. Trailer.

Ich würde die zehnte Staffel unterm Strich als gut bezeichnen und es war natürlich toll, dass Duchovny und Anderson dafür zurückkehrten. Allerdings sind nicht alle Folgen gelungen und bei mir stießen vor allem die Episoden, die von Chris Carter kamen, leicht sauer auf. In der letzten Folge einen Cliffhanger einzubauen, war auch nicht gerade nett. Tomatometer sagt 64%. Gut möglich übrigens, dass da noch mehr kommt, denn Fox war mit den Quoten zufrieden und wäre einer Fortsetzung sicher nicht abgeneigt. Neuigkeiten gibt es dazu bislang aber noch nicht (außer, dass alle Beteiligten gerne wieder an Bord wären, sofern sie Zeit dafür finden).

Wolf Creek (Stan): Ein Spin-off zu den beiden Wolf Creek Filmen von 2005 und 2013, wobei John Jarratt abermals den fiesen Mick Taylor verkörpert. Die Serie dreht sich um die 19jährige amerikanische Touristin Eve (Lucy Fry), die es im australischen Outback mit dem Serienkiller Mick zu tun bekommt. Trailer.

Wer die Filme mag wird auch die Serie mögen. Man bekommt jedenfalls genau das, was man sich mit Blick auf die Filme unter der Serie vorstellen kann. In der Mitte der Staffel hätte man meiner Meinung nach zwar etwas kürzen können, denn die Highlights waren die erste und die letzte Folge. Aber bei sechs Episoden insgesamt ging das schon in Ordnung. Die wenigen Kritiken, die ich dazu finden konnte, klangen ebenfalls positiv.

Und jetzt natürlich noch meine persönlichen Serienhighlights des Jahres 2016. Die Reihenfolge festzulegen, fiel mir mal wieder schwer und so ganz fest sollte die auch nicht betrachtet werden. Dieses Mal übrigens eine Top 20.

 

018_Cleverman

20. Cleverman (SundanceTV): Futuristisches Aborigine-Drama. Spielt in der nahen Zukunft eines dystopischen Australiens, in welcher die sogenannten „Hairypeople“ aus den Geschichten der australischen Ureinwohner unter den Menschen leben. Sie sind kräftiger und leben länger als wir, werden aber in Ghettos untergebracht und müssen sich gegen Diskriminierung und Ausbeutung zur Wehr setzen. Trailer.

Anfangs wirkt die Serie noch ein wenig konfus, da es eine Weile dauert bis man durch die ganzen Figuren und deren Motivationen durchgestiegen ist. Aber das legt sich schnell. Ich würde die Reihe als einen Genre-Mix bezeichnen, dessen Fokus auf dem Thema „unterdrückte Minderheiten“ liegt, aber durch verschiedene Faktoren wie Science-Fiction, Mystik, Drama, Action, „Superkräfte“ etc. einen sehr besonderen Touch bekommt. Wirklich originell, was die Australier da produziert haben. Tomatometer steht zurecht auf 91%. Die erste Staffel hat sechs Episoden und eine zweite wurde bereits bestellt.

019_3prozent

19. 3% (Netflix): Spielt in einer dystopischen Welt und wurde vom gleichnamigen Serienpiloten aus dem Jahre 2011 inspiriert. Jugendliche eines in einer Wüste liegenden Slums können sich im Alter von 20 Jahren einem komplexen, teils menschenverachtenden Auswahltest unterziehen, bei dem die besten drei Prozent die Chance erhalten, an einem technisch weit fortgeschrittenen Ort aufgenommen zu werden. Trailer.

Die erste brasilianische Netflix-Produktion mag vergleichsweise einfach aussehen (ich scheue mich an dieser Stelle davor, das Wort „billig“ zu benutzen), liefert aber trotzdem eine spannende Geschichte mit vielen originellen Figuren ab, die zum Mitfiebern einladen. Auffällig ist vor allem, dass sich die Welt von „3%“ nicht so einfach in gut und böse einteilen lässt, sondern mehr hinter allem steckt. So gibt es eine ganze Reihe von Überraschungen und Wendungen, die sich kaum vorhersehen lassen. Die erste Staffel hat acht Folgen und eine zweite wurde bereits bestellt.

020_Designated

18. Designated Survivor (ABC): Wohnungsbauminister Thomas Kirkman (Kiefer Sutherland) wird plötzlich US-Präsident, als der amerikanische Kongress im Kapitol in die Luft gejagt wird. Nun gilt es nicht nur, herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt, sondern auch die neuen Aufgaben wahrzunehmen, die das Amt mit sich bringt und nebenbei noch die Familie nicht zu vernachlässigen. Trailer.

Die Serie weiß von Anfang an zu fesseln, zumal terroristische Attacken heutzutage leider zum Alltag gehören. Spannend, komplex, dramatisch und mit einem ausgesprochen tollen Tempo. Tomatometer zeigt auf 85%. Die erste Staffel wurde auf 22 Folgen aufgestockt und läuft noch.

021_Outcast

17. Outcast (Cinemax): Basiert auf dem gleichnamigen Comic von Robert Kirkman. Übernatürlicher Horror um dämonische Besessenheit. Kyle Barnes (Patrick Fugit) steht hier im Zentrum der Geschichte. Er wird seit Kindheitstagen von Dämonen heimgesucht und kehrt als Erwachsener in seine Heimatstadt zurück, um nach Antworten zu suchen. Dabei entdeckt er, dass er einen Einfluss auf die Dämonen hat und versucht, diese aus den Besessenen auszutreiben. Trailer.

Hat für mich ein bisschen gedauert, ehe die Serie mich komplett hatte, was vermutlich auch an einigen Längen liegt, die die Geschichte mit sich bringt. Aber dieser düstere Ton und die stellenweise extrem unangenehmen Szenen (Gänsehaut), lassen einen ohnehin nicht so leicht wieder los, als dass man abschalten würde. Gruselatmosphäre pur. Wobei die Figuren (tolle Darsteller übrigens) natürlich auch den Reiz dabei ausmachen. Kommt bei den Tomaten auf 79%. Die erste Staffel hat zehn Folgen und eine zweite wurde bereits bestellt.

022_Exorcist

16. The Exorcist (Fox): Serielle Fortsetzung zum ersten Teil der Filmreihe, der auf William Peter Blattys gleichnamigem Buch basiert. Im Mittelpunkt stehen die beiden grundverschiedenen Priester Tomas Ortega (Alfonso Herrera) und Marcus Keane (Ben Daniels). Sie untersuchen den Fall einer Familie, die von Dämonen heimgesucht wird. Deren Oberhaupt Angela Rance (Geena Davis) wird von düsteren Albträumen geplagt, die auf übernatürliche Zusammenhänge hindeuten. Trailer.

Wer mit dem ersten Film was anfangen konnte, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Die Probleme der Familie Rance sind schon nicht ohne, wobei aber auch die beiden Priester diverse menschliche Lasten mit sich herumtragen. Zudem gibt es einige überraschende Wendungen und mit dem ersten Staffelfinale einen zufriedenstellenden Abschluss. Tomatometer: 78%. Eine zweite Staffel erscheint übrigens unwahrscheinlich mit Blick auf die Zuschauerzahlen.

023_Lethal

15. Lethal Weapon (Fox): Buddy Cop Action, basierend auf der gleichnamigen Filmreihe von Shane Black. Damon Wayans und Clayne Crawford schlüpfen in die Rollen von Murtaugh und Riggs, wobei man zu den beiden ungleichen Cops wohl kaum viel erklären muss. Trailer.

Während viele Leute sicher der Ansicht sind, dass ein fünfter Kinofilm mit Mel Gibson und Danny Glover die bessere Alternative ist, sollten Fans der Filme dieser Serie eine Chance geben. Zugegeben, Wayans und Crawford sind nicht Glover und Gibson. Aber die Chemie stimmt hier, der Humor trifft die Vorlage ausgezeichnet und Action und Drama kommen auch nicht zu kurz. Somit gibt es nun jede Woche 45 Minuten lang „Lethal Weapon“. Auch wenn die Tomaten „bloß“ 62% geben. Die erste Staffel wurde bereits auf 18 Episoden aufgestockt und läuft noch.

024_Lucky

14. Stan Lee’s Lucky Man (Sky 1): Der Polizist Harry Clayton (James Nesbitt) hat praktisch alles verloren, woran vor allem seine Spielsucht schuld ist. Seine Ehefrau und sein Sohn sind weg, und er hat hohe Schulden bei einem Geldhai und Casino-Besitzer. Da trifft er auf eine mysteriöse Frau, die ihm ein antikes Armband anlegt, das ihm fortan zu unsagbarem Glück verhilft. Trailer.

Crime-Serien gibt es wie Sand am Meer, aber der „Lucky Man“ ist erfrischend anders. Einerseits natürlich durch die leicht übernatürlichen Glückseigenschaften, die Harry nun sein Eigen nennt. Andererseits durch James Nesbitt, der perfekt in die Rolle passt. Kam bei den wenigen Kritiken, die ich gelesen habe, auch recht gut an. Die erste Staffel hat zehn Episoden und eine zweite wurde bereits bestellt.

025_Underground

13. Underground (WGN America): Das Historiendrama behandelt die Geschichte der „Underground Railroad“ – das streng geheime und informelle Netzwerk, das im frühen 19. Jahrhundert in den USA darum bemüht war, schwarzen Männern und Frauen die Flucht aus den Südstaaten in den Norden zu ermöglichen. Dabei riskierten die Helfer auch ihr eigenes Leben, denn ihre Gegner trachteten ihnen nach dem Leben und sollten sie um jeden Preis aufhalten. Trailer.

Die erste Staffel hat mir durchgehend gefallen, war sehr spannend und hatte natürlich viel Drama an Bord. Manchmal vielleicht etwas klischeehaft, aber das muss ja nicht negativ sein. Gewöhnungsbedürftig finde ich da eher die moderne Musik, mit der vieles unterlegt wird – das passt nicht so richtig. Aber sonst top. Die Tomaten vergeben übrigens stolze 93%. Die erste Staffel hat zehn Folgen und eine zweite wurde bereits bestellt.

026_Frontier

12. Frontier (Discovery Channel, Netflix): Die Serie handelt vom chaotischen und brutalen Kampf um Macht und Reichtum im 18. Jahrhundert in Nordamerika. Im Zentrum steht dabei der Fellhandel, in welchem sowohl die Ureinwohner als auch Europäer mitmischen und bei welchem es zu teils blutigen Konflikten kommt. Ab dem 20. Januar 2017 dann übrigens auch auf dem deutschen Netflix. Trailer.

Auch wenn die Reihe mich rein thematisch (Pelzhandel) nicht so ganz abholt, haben die Figuren mich auf Anhieb überzeugt. Außerdem actionreich (teilweise sehr blutig), unkompliziert und sehr unterhaltsam. Am ehesten wahrscheinlich mit „Klondike“ (2014) vergleichbar, welches eine ähnlich spannende Geschichte zu bieten hatte. Die wenigen Kritiken, die ich gefunden habe, stimmen mir zu. Die erste Staffel hat übrigens sechs Episoden und eine zweite Staffel wurde bestellt.

027_Preacher

11. Preacher (AMC): Serienadaption der Comics von Garth Ennis und Steve Dillon. Jesse Custer (Dominic Cooper) ist ein Prediger in einer kleinen Ortschaft in Texas. Er ist von einem mysteriösen Wesen besessen, welches es ihm erlaubt, eine ungewöhnliche Kraft zu entwickeln. Mit dieser Kraft versucht er Menschen zu helfen und seine Gemeinde wieder auf den rechten Pfad zu führen. Oder so ähnlich. Trailer).

„Skurril“ ist wohl das Wort, was die Serie am besten trifft. Der teils derbe Humor wird sicher auch nicht jedermanns Sache sein. Aber wenn man sich auf die Reihe und ihre verrückten Figuren einlässt, kann man nur gewinnen. Mit 89% auch bei den Tomaten im sehr guten Bereich. Die erste Staffel hat zehn Episoden und endet mit einem Knall. Staffel zwei wurde bestellt und wird 13 Folgen haben.

028_Goliath

10. Goliath (Amazon): Die Geschichte dreht sich um den einst mächtigen und angesehenen Anwalt Billy McBride (Billy Bob Thornton), der nach einer Scheidung aber nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Er frönt dem Alkoholismus und ist häufiger in Bars zu sehen als im Gerichtssaal. Doch dann nimmt er sich eines Falles fahrlässiger Tötung an, in welchem er gegen die Kanzlei Cooperman & McBride antritt, die er einst selbst mit Partner Donald Cooper (William Hurt) gründete und in welcher bis heute seine Ex-Frau Julie (Maria Bello) arbeitet. Trailer.

Ich bin eigentlich kein Freund von Anwaltserien, aber bei Billy Bob Thornton mache auch ich Ausnahmen. Hat sich definitiv gelohnt, denn mit „Goliath“ hat Amazon eine schöne kleine Perle an Bord. Leider nicht komplett überzeugend, denn dafür wurde im Staffelverlauf zuviel angeführt, was am Ende liegen blieb. Aber vielleicht behebt das die zweite Staffel, die bereits bestellt wurde. Die Tomaten geben dem Ganzen übrigens 77% und die erste Staffel hat acht Folgen.

029_LukeCage

09. Luke Cage (Netflix): Netflix arbeitet weiter auf die Defenders hin und schickt dieses Jahr Luke Cage ins Rennen (der in „Jessica Jones“ bereits erste Auftritte hatte). Ein sabotiertes Experiment verleiht Luke Cage (Mike Colter) übermenschliche Stärke und eine (fast) undurchdringbare Haut. Er versucht im heutigen Harlem sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, allerdings wird er aus dem Schatten geschreckt und muss für das Herz seiner Stadt kämpfen. Trailer.

Die Serie ist mit Sicherheit bodenständiger als alles, was Netflix in Sachen Superhelden bisher ins Rennen geschickt hat. Das merkt man schon direkt daran, dass Luke überhaupt nicht das Verlangen danach hat, ein Superheld zu sein. Er wird vielmehr ins Geschehen hineingezogen, obwohl er das gar nicht möchte. Und genau dieser (innerliche) Konflikt bestimmt das Geschehen und auch das Tempo der Serie, welches zwischendrin geradezu zu stagnieren scheint. Ganz abgesehen davon, dass es kaum bedrohliche Gegner für Luke gibt. Aber das ist auch nicht der Punkt, auf den es bei der Serie ankommt. Hier wird vielmehr die schwarze Gesellschaft in Harlem beleuchtet und teilweise gefeiert, was mit Blick auf die Meta-Ebene und mitunter aktuelle Nachrichten (nicht nur aus den USA) ein enorm mutiger Schritt für eine Comicserie ist. Das ist dann auch das, was mich bei der Serie am meisten vom Hocker gerissen hat und wahrscheinlich auch der Punkt, der das Tomatometer auf 96% bringt. Eine zweite Staffel wurde übrigens bestellt.

030_Roots

08. Roots (History Channel): Basiert auf dem Buch von Alex Haley, welches auch die Grundlage zur (empfehlenswerten) Miniserie von 1977 darstellte. Die Serie erzählt die Geschichte einer afroamerikanischen Familie über mehrere Generationen hinweg. Von der Kolonialzeit im 18. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Rassismus und Sklaverei wurden dabei natürlich zentral thematisiert. Trailer.

Kann mich da den Tomaten mit ihren 97% nur anschließen. Wahnsinnig emotional und berührend, nebenbei bildgewaltig und darstellerisch top. Stellenweise nur schwer mit anzusehen, weil man über weite Strecken weiß, dass ein Happy End nicht zur Realität gehört (und die Gewaltschraube des Öfteren angezogen wird). Die Miniserie hat vier Teile.

031_NightManager

07. The Night Manager (BBC One, Amazon): Basiert auf dem gleichnamigen Roman von John le Carré. Der Nachtmanager eines Luxushotels wird dabei in Spionagetätigkeiten verstrickt, die einen Waffenhändler zu Fall bringen sollen. Mit Tom Hiddleston, Hugh Laurie und Olivia Colman. Trailer.

Tom Hiddleston empfiehlt sich als nächster James Bond. Kann er in meinen Augen gerne machen, denn die Miniserie ist weit besser als das, was der letzte Bond-Film abgegeben hat. Toll geschrieben und inszeniert, bieten Hiddleston und Laurie in jeder Sekunde eine überzeugende Performance, die diverse Klischees des Genres vergessen lässt. Würde mich auch hier den Tomaten mit ihren 92% anschließen – besser geht es in dem Genre kaum. Die Miniserie hat übrigens je nach Version sechs oder acht Teile (bei der BBC waren es sechs einstündige Folgen, beim deutschen Amazon waren es acht Folgen mit je 45 Minuten). Golden Globe Nominierungen? Ja, mehrere.

032_YoungPope

06. The Young Pope (Sky Atlantic, HBO, Canal+): Die Serie handelt von der Geschichte des Pontifikats Pius XIII. Geboren wurde dieser als US-Amerikaner Lenny Belardo (Jude Law), der in einem charakterlichen Zwiespalt ist. Er ist sehr konservativ und aufklärungsfeindlich eingestellt, gleichzeitig aber auch für seine Barmherzigkeit gegenüber den Schwachen und Armen bekannt. Darüber hinaus ist er ein Machtmensch, der sich gegen die Höflinge des Vatikans positioniert und sich dabei nicht sorgt, seine Autorität oder Macht zu verlieren. Trailer.

Ich bin mir bis jetzt noch nicht sicher, ob die Serie eine Satire oder ein ernstes Drama sein will, aber das ist eigentlich auch nicht weiter wichtig. Qualität und Cast sind top. Paolo Sorrentino hat hier eine geradezu faszinierende Serie geschaffen, die beim Zuschauer eine ganze Palette von Emotionen abruft – von den ersten Minuten an. Mit 83% auch bei den Tomaten mehr als ordentlich. Die erste Staffel besteht aus zehn Folgen und eine zweite ist in Entwicklung.

033_ACS

05. American Crime Story (FX): Anthology-Reihe, die sich in der ersten Staffel dem Fall „The People v. O.J. Simpson“ widmet und entsprechend den realen Strafprozess um O.J. Simpson (Cuba Gooding, Jr.) zum Thema hat – basierend auf dem Buch „The Run of his Life: The People v. O.J. Simpson“ von Jeffrey Toobin. Trailer.

Diese Serie wird wohl in vielen 2016er Toplisten auftauchen, vermutlich nicht selten auf Platz eins oder dicht dahinter. Cast, Autoren und Regie immer top. Einige wenige Längen sind in meinen Augen allerdings auch dabei. Ändert aber nichts daran, dass man durchgehend mitfiebert, obwohl der Ausgang der Verhandlung bekannt ist. Bei den Tomaten auf 97% und mit zahlreichen Nominierungen bei den kommenden Golden Globes. Die erste Staffel hat zehn Episoden und Staffel zwei und drei (mit jeweils neuen Geschichten) wurden bereits bestellt.

034_Night

04. The Night Of (HBO): Achtteilige Miniserie, die lose auf der britischen Reihe „Criminal Justice“ (2008-2009) basiert. Es geht um den mordverdächtigen Nasir Khan (Riz Ahmed), der vom Anwalt John Stone (John Turturro) verteidigt wird. Ursprünglich war übrigens der verstorbene James Gandolfini für Turturros Rolle vorgesehen und die Reihe nicht als Miniserie geplant. Trailer.

Die Miniserie liefert eine starke Geschichte mit tollem Cast, hohem Tempo und einem Ende ab, welches den Zuschauer nicht so schnell wieder loslässt. Wenn ich etwas zu kritisieren habe, dann höchstens die relativ hohe Anzahl an Szenen, die sich um John Stones Privatleben drehen und die die Spannung immer wieder mit humorlastigen Einlagen durchbrechen (wobei das auch nicht unbedingt negativ gesehen werden muss). Die Tomaten vergeben übrigens 95%. Golden Globe Nominierungen? Ja, mehrere.

035_112263

 

03. 11.22.63 (Hulu): Auf acht Folgen limitierte Serie. Basiert auf dem Buch „11/22/63“ von Stephen King. James Franco reist als Jake Epping in der Zeit zurück, um die Ermordung von Präsident John F. Kennedy zu verhindern. Ob drei Jahre Vorbereitungszeit (er landet im Jahr 1960) da ausreichen und er sich nicht ablenken lässt? Trailer.

Die Serie ist der beste Beweis dafür, dass sich die Bücher von Stephen King großartig in serienform umsetzen lassen. Die acht Episoden sind genau richtig für den Stoff, der eine tolle, niemals langweilig werdende Geschichte mit einem guten Cast abliefert und die 1960er Jahre ganz nebenbei gelungen einfängt. Bei den Tomaten übrigens „nur“ auf 79%.

036_StrangerThings

02. Stranger Things (Netflix): Spielt in den 1980er Jahren in der fiktiven Kleinstadt Hawkins im US-Bundesstaat Indiana. Als Will Byers (Naoh Schnapp) von zu Hause verschwindet, machen sich seine Freunde auf, um ihn zu finden. Bei ihrer Reise begegnet ihnen ein merkwürdiges Mädchen mit besonderen Fähigkeiten, welches auf der Flucht vor ominösen Verfolgern ist. Trailer.

Diese Serie kam für mich aus dem Nichts und hat direkt einen Volltreffer gelandet. Das ganze Geschehen und die Figuren und Darsteller haben mich sofort abgeholt. Ein Grund dafür wird sicher der hohe Nostalgie-Faktor sein, denn es gibt jede Menge Anspielungen und Querverweise auf diverse Filme der 1980er Jahre. Dennoch zieht „Stranger Things“ eine eigene Geschichte durch und wird dabei nie langweilig. Bei den Tomaten auf 95%. Die erste Staffel hat acht Folgen und eine zweite Staffel mit neun Episoden wurde bereits bestellt. Golden Globe Nominierungen? Ja, mehrere.

037_Westworld

01. Westworld (HBO): Basiert auf dem gleichnamigen Film (1973) von Michael Crichton. Die Geschichte dreht sich um die fiktive Welt „Westworld“, einen technologisch fortgeschrittenen Freizeitpark in der Zukunft, in dem die Gäste sich in den wilden Westen begeben und verschiedene Abenteuer erleben können. Dabei brauchen sie keine Rücksicht auf die künstlichen Menschen nehmen, die den Park bewohnen und mit Leben füllen. Oder doch? Trailer.

Auf diese Serie hatte ich schon lange gewartet. 2016 war es endlich soweit und die zehnteilige erste Staffel ging an den Start. Von vorne bis hinten beeindruckend (sowohl optisch als auch storytechnisch), sehr komplex gestaltet und mit einem grandiosen Cast. Dem Zuschauer wird es hier nicht leicht gemacht, den Überblick zu behalten, wobei die Erzählweise mit ihren zahlreichen Handlungssträngen und Figuren zum Mitraten und Aufstellen von Theorien einlädt. Aber keine Angst, die Serie verliert ihre Geschichte dabei nicht aus den Augen, liefert neben immer wieder neuen Fragen auch zahlreiche Antworten und hält tolle Überraschungen und Wendungen parat. Bei den Tomaten mit 89% in meinen Augen noch unterbewertet. Staffel zwei wurde bestellt und soll 2018 kommen. Golden Globe Nominierungen? Ja, mehrere.

Das war dann alles von meiner Seite zu den Serienneustarts 2016. Was habt ihr denn so gesehen? Was hat euch aus den Socken gehauen? Was hat euch gelangweilt? Und vor allem: Seid ihr mit dem Jahr zufrieden?

> Diskussion im BG Forum