Liste: Die besten Zeitreisefilme (die keiner kennt)

travel

Zeitreisen sind eines der interessantesten Themengebiete der Sci-Fi, gleichzeitig aber auch eines der kniffligsten. Sobald man sich ihr bedient, stellen sich unweigerlich komplizierte Fragen. Was passiert, wenn man zurück reist und was ändert? Ändert es direkt die eigene Gegenwart? Im modernen Klassiker Butterfly Effect wird ja gerade das gelungen dramatisch auf die Spitze getrieben. Dann ist da Robert Zemeckis” Zurück in die Zukunft Reihe, in der Marty McFly anfangs versehentlich seine Eltern auseinander bringt und das dann wieder hinbiegen muss, um überhaupt zu existieren. Die Existenz des zukünftigen Retters der Menschheit in der Zukunft bedroht Skynet häufiger in der Terminator Filmreihe, in der vor allem der letzte Teil Terminator: Genisys (BG KRITIK) Kraut und Rüben mit Zeitreisen veranstaltete. Von Bill & Ted 1+2 muss wohl nicht erst gesprochen werden.

Jetzt aber mal zu ein paar anderen Zeitreisefilmen, die man vielleicht noch nicht kennt. Die sind nicht so gut wie die genannten Klassiker, aber sicherlich sehenswert:

time

Alles eine Frage der Zeit (2013)
Alles an diesem kleinem Film ließ auf einen simplen Liebesfilm mit Rachel McAdams in der Hauptrolle schließen, doch in Wahrheit spielt die True Detective Detektivin hier nur eine Nebenrolle. Die Hauptrolle spielt der begabte Domhnall Gleeson (Ex Machina). Sein Charakter entdeckt, dass er durch das Klettern in einen Schrank in der Zeit zurückreisen kann, allerdings nur zu Orten und Zeiten in seinem bisherigen Leben. Die Gegenwart wird dann überschreiben, ausgehend von der neu erlebten Vergangenheit. Die Zeitreise nutzt er primär um bei der von McAdams gespielten Frau zu landen, indem er es auf immer neue Arten versucht. Läuft was schief, reist er einfach wieder zurück und versucht es erneut. Das ist unterhaltsam und romantisch, doch kaum, dass das mal geklappt hat, widmet sich der Film anderen Fragen. Führt jede Änderung zu einer Besserung? Was ist man bereit für eine eventuell bessere Gegenwart aufzugeben? Ein sehr kleiner, aber sympathischer und durchaus emotionaler Film.
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Journey of Love – Das wahre Abenteuer ist Liebe (2013)
Vom Regisseur von Jurassic World! Dieser fürchterlich kitschige Filmtitel mag noch konkreter nach Lovestory klingen, doch der ist für den deutschen Markt dazu erfunden. Im Original heißt er Safety not guaranteed (Sicherheit nicht garantiert), und tatsächlich ist der Film noch weniger Romanze als der erstgenannte. Im Film geht es um eine Reporterin (Aubrey Plaza aus der Serie Parks & Recreation), die eine seltsame Anzeige entdeckt. Ein Mann gibt an, eine Zeitmaschine zu bauen und dafür noch einen Assistentin zu benötigen. Sie findet einen ebenso verschrobenen Typen vor (Mark Duplass), der es ernst meint, und mit dem sie sich langsam anfreundet. Prinzipiell geht es hier hauptsächlich um die Frage, ob man ihm den Bau einer Zeitmaschine zutraut oder nicht und weniger um große Zeitreisen. Dennoch ist dieser noch kleinere Film ebenfalls sehr sympathisch und einen Blick wert.
Deutscher Trailer

primer

Primer (2004)
Wer es hardcore-nerdig haben will, treibt sich diesen bisher nicht auf deutsch erschienen Low-Budget Film auf. Zwei Wissenschaftler stellen beim Tüfteln fest, dass sie eine Zeitmaschine entwickelt haben. Natürlich probieren sie sie aus, doch die Konsequenzen sind ebenso verwirrend wie faszinierend. Mit einfachen Mitteln gemacht (Budget: 7.000 Dollar) und damit sicherlich kein besonders hübsch anzusehender Film, dafür intellektuell durchaus stimulierend.
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lept

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang (2006)
Dieser Animefilm braucht keine Mechs, Ninjas oder Fantasywesen um zu packen, und nein, trotz Unmengen an Schulmädchen gibt es weder Tentakelwesen noch Goreduschen. Stattdessen ist es ein recht gewöhnlicher Film über eine Schülerin, die nach einer Kollision mit einem seltsamen Objekt durch die Zeit springen kann. Die Krux an der Sache: sie hat nur eine gewisse Anzahl an Sprünge, und nachdem sie sie erst eigensinnig für banale Dinge wie Zuspätkommen einsetzt, muss sie bald überlegen, was sie mit ihren verbleibenden macht. Unterhaltsamer, recht unüblicher Anime.
Deutscher Trailer

jetee

Am Rande des Rollfelds / La Jetée (1962)
Dieser Schwarzweißfilm aus Frankreich war die Vorlage für den Bruce Willis Film 12 Monkeys. Ein Mann reist aus einer postapokylptischen Zukunft zurück in die Vergangenheit und gerät dort in eine unweigerliche Tragödie. Weniger als 30 Minuten lang, gehört La Jetée fraglos mit zu den Kurzfilmen, die man mal gesehen haben sollte.
Nicht deutscher Trailer

triangle

Triangle – Die Angst kommt in Wellen (2009)
Dieser durchschnittlich aussehende, von Mel Gibson produzierte Horrorfilm sieht erst so gar nicht nach Horrorfilm aus, offenbart seine Themenzugehörigkeit aber im späteren Verlauf auf bemerkenswerte Weise. Verraten wird hier nichts, aber Triangle gehört nicht ohne Grund zu den beliebtesten DVD-Horrorveröffentlichungen der letzten Dekade.
Deutscher Trailer

predestination

Predestination (2014)
Aus Australien kommt dieser Film mit Ethan Hawke. Hawke spielt eine Art Agent, der durch die Zeit reist um einen berüchtigten Bombenleger zu finden. Dabei läuft ihm eine Frau über den Weg, die mit dem Killer zu tun zu haben scheint. Ein Film, der eigentlich ein Kinohit hätte sein müssen, ist er doch top gemacht, hervorragend gespielt und mit gleichen Stärken im Rennen wie sie Source Code und Looper hatten. Die man übrigens auch beide kennen sollte, interessiert man sich für Zeitreise.
Deutscher Trailer

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An dieser Stelle sei natürlich auch noch unsere andere große Kolumne über das Thema Zeitreise generell in Filmen erwähnt: Clive’s Crazy Corner – Zeitreisen im Film / Schmerzen im Kopf

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