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12 Filme mit klasse Pokerszenen


Poker macht Spaß, ist spannend und fasziniert: am Pokertisch bei Liveturnieren wie online im Kampf gegen echte Gegenspieler um echtes Geld. Wer das nicht als Spieler erleben kann, genießt es vielleicht als Live-Zuschauer. Und wenn das auch nicht geht, schmökert man alternativ in einem Pokermagazin und informiert sich über solche Turniere oder schaut sich lustige, spannende und/oder dramatische Filme an, in denen Szenen am Pokertisch eine wichtige Rolle spielen. Es gibt eine Vielzahl solcher Filme, sehr bekannte und eher unbekannte, gute und durchschnittliche Filme, bisweilen auch echte Klassiker. Pokerszenen bringen fast immer Würze in einen Film und besitzen fast schon automatisch eine gewisse Dramatik. Zwölf Filme mit aufregenden Pokerszenen stellt dieser Artikel vor.

1) Maverick (1994)
Maverick gehört zu den Klassikern des Western-Genres. Mel Gibson und Jodie Foster spielen die beiden Pokerspieler Bret Maverik und Annabelle Bransford, die versuchen, irgendwie das Startgeld für ein Pokerturnier zusammenzubekommen. Maverick muss dafür unter anderem als Ziel einer Menschenjagd herhalten. Am Ende schaffen es beide und sind beim Turnier dabei. Als es im Verlauf des Spiels zu einer einstündigen Unterbrechung kommt, erhält jeder Spieler die Auflage, spätestens nach einer Stunde zurückzukehren. Falls er das nicht macht, geht sein gesamter Einsatz verloren. Maverick schafft es nur sehr knapp, weil seine Rivalin Annabelle Bransford ihn nach einem Schäferstündchen einsperrt. In einem dramatischen Pokerfinale siegt er schließlich mit einem Royal Flash. Damit … ist die Geschichte aber noch lange nicht vorbei.

2) Cincinnati Kid (1965)
Keine Frage: Cincinnati Kid ist ein Klassiker. Nicht wenige halten ihn für den besten Pokerfilm aller Zeiten. Hauptcharakter des Films ist der von Steve McQueen gespielte junge und erfolgreiche Pokerspieler „Eric Cincinnati Kid Stoner“. Er reist nach New Orleans, wo er den großen Meisterspieler Lancey Howard im Five Card Stud – gespielt von Edward G. Robinson - besiegen möchte. Natürlich geht es im Film auch um Liebe, um Eifersucht, um Betrug und Vergebung. Aber das Pokern setzt den Schlussakzent. Umrahmt von Zuschauern sitzen am Ende des Spiels nur noch Stoner und Howard am Tisch, auf dem jede Menge Geld liegt. Stoner setzt alles und … verliert. Ihm bleibt nichts mehr. Bis auf die Liebe. Und das ist vielleicht gar nicht so wenig?



3) Rounders (1998)

In Rounders spielt Matt Damon den jungen Jurastudenten Mike McDermott, der dank herausragender mathematischer Fähigkeiten ein begnadeter Pokerspieler ist. Als er gegen den russischen Mafioso Teddy KGB (gespielt von John Malkovich) beim Pokern verliert, möchte er eigentlich ganz mit dem Pokern aufhören. Natürlich kommt es anders. Um einem Freund mit Spielschulden bei Teddy KGB zu helfen, fängt McDermott wieder an zu spielen und bürgt für diesen Freund sogar mit seinem Leben. Am Ende des Films steht das Poker-Showdown zwischen McDermott und dem siegessicheren Teddy KGB. Und es gewinnt …?

4) Casino Royale (2006)
Durch schwindelerregend hohe Summen wird auch das Pokerspiel im James Bond-Film Casino Royale zu einem dramatischen Höhepunkt des Films. James Bond wird hier gespielt von Daniel Craig. Um verlorengegangenes Geld zurückzugewinnen, organisiert der von Mads Mikkelsen gespielte Oberschurke Le Chiffre ein millionenschweres Pokerturnier. Bond soll Le Chiffres Plan vereiteln und nimmt am Pokerturnier teil. Zunächst ist Bonds Erfolg bescheiden. Aber dann gewinnt er mit einem Straight Flush und Le Chiffre hat ein ziemlich großes Problem. Casino Royale bietet die für James Bond Filme so legendäre Mischung aus Action, Coolness und einer Prise Erotik und erhielt sehr positive Kritiken.



5) The Card Player (2004)

Der deutsche Titel dieses Thrillers aus dem Jahr 2004 lautet „The Card Player – Tödliche Pokerspiele“. Im Film geht es um einen Mörder, der die Polizei zu Onlinepokerspielen um das Leben seiner potenziellen weiblichen Opfer herausfordert. Drei Frauen sowie ein junger Pokerspieler und der männliche Hauptdarsteller sterben, ehe Polizistin Anna Mari ihren Kollegen Carlo Sturni als den Mörder enttarnt. Sturni überwältigt sie und fesselt sich mit ihr an Eisenbahnschienen, um gemeinsam mit ihr durch den kommenden Zug zu sterben. Auf einem Laptop beginnt er in seinem Wahnsinn eine allerletzte Partie Onlinepoker gegen sie. Erst in letzter Minute gelingt es Anna Mari, sich aus der Todesfalle zu befreien. Carlo Sturni bleibt ans Gleis gefesselt zurück und stirbt.

6) Vier Fäuste für ein Halleluja
Wer Filme mit
Bud Spencer und Terence Hill kennt, wird ahnen, dass eine Pokerrunde hier vor allem Kulisse für eine Schlägerei oder ähnliche Aktionen ist. Das ist bei „Vier Fäuste für ein Halleluja“ nicht anders. In der Pokerszene des Films setzen sich die Brüder Bambi (Bud Spencer) und Trinity (Terence Hill) an den Pokertisch von Wildcat Hendricks. Hier beweist Trinity nicht nur, dass er mindestens ebenso cool Karten mischen kann wie Wildcat Hendricks. Er gewinnt am Ende durch vier Asse den Pott. Wildcat Hendricks vermutet Betrug, was dann zu einer ziemlich witzigen Duellszene führt. Sehenswert.



7) Titanic (1997)

Titanic von James Cameron gehört zu den erfolgreichsten Filmen der Welt. Auch in diesem Blockbuster gibt es eine unglaubliche Pokerszene: unglaublich, weil sie zu einer unglaublich schönen Liebesgeschichte führt, die letztlich unglaublich tragisch endet. Jack Dawson – gespielt von Leonardo DiCaprio – gewinnt beim Pokern zwei Dritte-Klasse-Tickets für die Titanic und lernt auf dem Schiff Rose DeWitt Bukater – gespielt von Kate Winslet – kennen und lieben. Wie die Sache ausgeht, dürfte den meisten bekannt sein: Als die Titanic untergeht, kann nur Rose sich retten, während Jack im eisigen Wasser stirbt. Und so ist die Pokerszene im Film ein Beleg dafür, dass man durch einen großen Pokergewinn manchmal auch die große Liebe gewinnt und am Ende doch alles verliert.

8) Ocean’s Eleven (2001)
Das Witzige an der Pokerszene in Ocean’s Eleven sind die damaligen Jungschauspieler, die sich selbst spielen. Die Rede ist von Holly Marie Combs, Topher Grace, Joshua Jackson, Barry Watson und Shane West. Sie erhalten im Film von Robert „Rusty“ Ryan – gespielt von Brad Pitt – Pokerunterricht und stellen sich dabei ein bisschen … nicht immer ganz geschickt an. Irgendwie verulken sie sich mit der Szene also auch selbst, was durchaus sympathisch wirkt. Übrigens spielen auch die beiden Boxer Wladimir Klitschko und Lennox Lewis im Film sich selbst. Allerdings sind sie nicht mit Karten beschäftigt, sondern tun das, was Boxer professionell tun: Sie boxen in einer Szene im MGM Grand Hotels.



9) Haus der Spiele (1987)

In diesem Film wird die Psychiaterin Margaret Ford – gespielt von Lindsay Crouse – während eines Pokerspiels betrogen. Sie lässt sich auf einen Deal mit dem Gangster Mike ein, gespielt von Joe Mantegna. Während eines Pokerspiels soll sie einen Gegenspieler beobachten und Mike mitteilen, ob der während des Pokerns an seinem Ring herumnestelt. Falls er es tut, soll das ein sicheres Zeichen für einen Bluff sein. Der Gegenspieler spielt tatsächlich während des Pokerns mit seinem Ring. Als Mike daraufhin 6.000 US-Dollar setzen möchte, die er jedoch gar nicht besitzt, bürgt Margaret für ihn. Sie glaubt, dass der Sieg sicher ist. Aber er ist es nicht: Mike verliert. Und Margaret bürgt für seinen Verlust. Die Stimmung beginnt, aggressiv zu werden. Margaret wird mit einer Waffe bedroht, merkt allerdings rechtzeitig, dass es sich nur um eine Wasserpistole handelt. Und sie merkt zugleich, dass Mike die ganze Szenerie nur inszeniert hat, um sie um die 6.000 Dollar zu bringen. Natürlich passiert noch wesentlich mehr im Film, den Mike am Ende nicht überlebt, weil Margaret ihn erschießt. „Mit hintersinnigem schwarzem Humor zeigt der intelligente Film auf ironische Weise nicht nur die Brüchigkeit bürgerlicher Anstandsfassaden, sondern auch die Unzulänglichkeit menschlicher Wahrnehmung und wissenschaftlicher Denkmodelle auf“, schreibt das Internationale Filmlexikon über den Film.

10) All in – Alles oder nichts (2008)
Wie sehr Pokerspiele bisweilen Duelle gleichen und wie sehr bisweilen Menschliches eine Rolle spielt, zeigt der 2008 herausgekommene Film „All in – Alles oder nichts“. Burt Reynolds spielt in ihm den Ex-Pokerspieler Tommy Vinson. Er begeistert sich erneut für das Pokern, als er den von Bret Harrison gespielten Studenten und Pokerspieler Alex Stillman bei einem TV-Pokerevent kennenlernt und fortan trainiert. Neben dem Training zahlt Vinson auch die Startgelder für Stillmans Pokerturniere und zwar von Ersparnissen, die eigentlich dem gemeinsamen Ruhestand mit seiner Frau dienen sollen. Letztlich trennt sich seine Frau von ihm. Später sagt sich dann auch sein Schützling von ihm los, was Vinson in ein Pokerduell gegen ihn treibt. Meister gegen Meisterschüler. Am Ende bezeichnet sich Stillman selbst als Verlierer des Spiels, ohne seine Karten offenzulegen. Tommy Vinson gewinnt. Allerdings sieht man in der letzten Szene, dass Stillman mit seinem Blatt eigentlich gewonnen hätte. Und so war seine Geste vielleicht am Ende so etwas wie eine Ehrbekundung, eine Geste des Respekts.



11) Shade - Heißes Spiel in Las Vegas (2003)

Wer Sylvester Stallone einmal als Pokerveteranen sehen möchte, sollte sich Shade (Heißes Spiel in Las Vegas) ansehen. Stallone spielt den Pokerspieler Dean Stevens: Zigarre rauchend, mit einer für Stallone typischen Coolness, die der Gelassenheit eines Rocky Balboa gleicht. Zu Beginn des Films sieht man eine Pokerszene mit dem jungen Stevens, die zu einer Schießerei führt. Nur Stevens und eine zweite Person überleben. Später geht es um ein Pokerspiel des zur Pokerlegende gereiften „The Dean“ Stevens mit zwei Gaunern und einem talentierten Jungspieler. Und da weiß dann niemand mehr so genau, wem er noch vertrauen kann.

12) In Time – Deine Zeit läuft ab
Der Film „In Time – Deine Zeit läuft ab“ variiert das Thema „Poker-Showdown“ in interessanter Weise. Der Film spielt in einer fiktiven Zeit, in der man vieles mit Lebenszeit statt mit Geld bezahlt. Ab dem 25sten Lebensjahr beginnt für jeden Menschen die Lebensuhr zu ticken. Läuft die Lebenszeit ab, ohne dass neue eingezahlt wird, stirbt der jeweilige Mensch. Das bedeutet: Reiche haben praktisch ein ewiges Leben, während Arme früh sterben. Und die verschiedenen Gruppen leben in unterschiedlichen Zeitzonen. Der arme Will Salas, gespielt von Justin Timberlake, kommt durch Zufall an ein Lebenszeitvermögen und stößt in die Zeitzone der Reichen vor. Dort lernt er den reichen Phillipe Weis und seine Tochter Sylvia beim Pokerspiel kennen. Er setzt jede Menge Lebenszeit, schrammt knapp am Tod vorbei und gewinnt 1.100 Jahre. Er gewinnt auch das Herz von Sylvia, die von Amanda Seyfried gespielt wird, und beginnt irgendwann mit ihr, die Zeitbanken ihres Vaters zu überfallen. Sie schaffen es, das Herrschaftsgefüge aus Reich und Arm ein Stück weit zu zerbrechen. Sie sind Gejagte, aber Rebellen. Und sie tragen ein Stück Hoffnung in eine zynische Welt..

Noch mehr? Es kommt bestimmt noch mehr!

Die zwölf hier vorgestellten Filme und Pokerszenen sind nur ein Ausschnitt aller existierenden Szenen und Filme, in denen Poker eine wichtige Rolle spielt. Es gibt viele weitere Beispiele. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass in Zukunft weitere Filme und Szenen mit spannenden Pokerszenen gedreht werden. Poker ist und bleibt halt Spannung pur. Und ist eine ideale Zutat für gute Filme.







 

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